Eine neue Woche, ein neues Bento. Heute mal mit der amerikanischen Antwort auf das Frühstücksbrötchen, dem Bagel. Nicht die klassische Creamcheese-Salmon-Variante, sondern leicht eingedeutscht.

Oben: Bagel mit Käse, gekochtem Schinken, Tomate und Salat
Unten: Thunfischmayo, ein halber Apfel und zwei Kirschtomaten

Die Bagels sind übrigens schnöde gekauft, nicht selbstgebacken. Irgendwann muss ich das aber auch mal ausprobieren. ;)

Heute mal wieder etwas, das ich schon gestern abend vorbereiten und heute nur in die Bento-Box schmeissen konnte. Wäre vielleicht auch eine Idee zum Valentinstag, aber jetzt halt einfach so zwischendurch. ;)

Oben: Salat mit Nudeln, Thunfisch, Paprika und Mais, dekoriert mit Herzchen aus Paprika und Gruyère-Käse.
Unten: Erdnüsse, Herzchen-Apfel, Mini-Windbeutel und ein Pickup; Schokoriegel, nicht Fahrzeug.

Wenn man Äpfel mit Ausstechförmchen verzieren möchte, empfiehlt es sich, das zu tun, solange der Apfel noch in einem Stück ist. Er ist dann deutlich stabiler.
Auf der anderen Seite konnte ich die zerbröselten Stücke gleich essen, ein Apfel ist nämlich mein Frühstück für heute. :)

Da habe ich gestern meine allerersten Onigiri mit Thunfischfüllung eigenhändig hergestellt (gemantscht trifft es eher), sie sind sogar richtig gut geworden – und der Mann stellt fest, er mag sie nicht. Schade, ich wollte doch mal ein richtig japanisches Bento packen!

Naja, immerhin mit Thunfisch in weniger exotischer Verpackung kann man ihn immer locken. Demzufolge heute also ein Thunfisch-Nudelsalat.


Oben: Nudelsalat mit Thunfisch, Gürkchen, Mais und Paprika

Unten: Joghurt mit Honig, Zimt und Bananenscheibchen, Mini-Prinzenrolle und Möhrenstifte

Die Onigiri werde ich jetzt wohl selbst essen. Ich war ganz überrascht, wie authentisch sie schmecken – ich bekam nach dem ersten Bissen spontane Gelüste nach grünem Tee. Aber für jemanden, der bislang nur die hiesige Variante asiatischer Küche kennt, ist der Geschmack wohl arg gewöhnungsbedürftig.

Onigiri sind übrigens ganz einfach zu machen:

Sushi-Reis (oder anderen Rundkornreis) nach der Quellreis-Methode zubereiten: 1 Teil Reis waschen bis das Wasser klar bleibt, dann mit 2 Teilen Wasser, im geschlossenen Topf solange erhitzen bis es anfängt zu kochen, dann Platte ausschalten bzw. auf dem Gasherd auf winzigkleine Flamme drehen und eine Viertelstunde ausquellen lassen. Deckel währenddessen nicht aufmachen!
Den Reis dann in ein großes, flaches Gefäß umfüllen und am besten mit einem Holz-Pfannenwender o.ä. solange vorsichtig wenden, bis er genug abgekühlt ist, um ihn in die Hand zu nehmen; das geht relativ fix. Eine Schüssel mit leicht gesalzenem Wasser zum Hände anfeuchten daneben stellen. Mit feuchten Händen eine Portion Reis formen, zu Kugeln oder Dreiecken, wie oben.

Man kann auch eine Füllung in die Reisbällchen machen. Ich habe eine halbe Dose Thunfisch mit etwas Majo zu einer Paste gerührt, mit Hichimi Togarashi gewürzt und davon jeweils so einen Teelöffel in die Reisbällchen gefüllt. Zum Schluss noch kleine Nori-Stücke drumherum und fertig ist die Laube. Man kann den Reis vor dem Formen auch mit Furikake mischen oder man wälzt die fertigen Onigiri darin.
Statt dem Gematsche mit den Fingern kann man auch eine Onigiri-Form verwenden, aber ich habe bislang keine. Dafür sind die Onigiri schon ganz akzeptabel dreieckig geworden – aber ich sage nicht, wie viele Versuche das gekostet hat! ;)

Ich hatte vor einiger Zeit ja schon mal ein Bento mit Sandwich plus Thunfisch-Mayo gemacht, mit dem ich nicht sehr glücklich war. Der Thunfisch sah letztlich wie ein graubrauner Haufen aus, nicht sehr appetitlich. Daraufhin habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie man das etwas ansprechender gestalten kann.

Die Lösung die mir letztlich einfiel, ist allerdings ein ganz klein wenig aufwändiger. Mein erster Versuch in Charaben und das morgens um sieben:


Oben: ein Schälchen mit Obstsalat und ein paar Koala-Kekse

Unten: Thunfisch-Totoro, eingerahmt von Kirschtomaten auf einem Salatbett

In der Sandwich-Box ist ausserdem ein Sandwich mit Schinken, Käse, Salat und Tomate. Heute ist ein langer Tag, da brauchte es etwas mehr. Zusätzlich gab es noch ein süßes Hefeteilchen, das war aber kamerascheu und ist deswegen nicht mit auf dem Foto.

Hier nochmal eine etwas grössere Aufnahme von Totoro:


Der Körper besteht aus der zuvor erwähnten Thunfisch-Mayo, Bauch und Augen sind aus Käse ausgeschnitten bzw. -gestochen, Nase, Schnurrhaare, Krallen und Pupillen sind aus Nori.

Also für meinen allerersten Versuch mit sowas, finde ich den Totoro eigentlich ganz akzeptabel gelungen. ;)

Bento die zweite. Ich wollte unbedingt das ganze Sandwich in die Box bekommen; hat auch funktioniert, aber die Anordnung ist noch steigerungsfähig.


Oben: Käse-Schinken-Sandwich mit Eisbergsalat und Deko aus gekochtem Schinken
Unten: Thunfisch-Mayo, Kirschtomaten, der Rest vom Sandwich und Kiwistückchen

Vor allem der Thunfisch sah in natura entschieden appetitlicher aus als auf dem Foto. Nächstes Mal bin ich gewarnt. ;)

Der Mann war gestern mit seinem Bento übrigens der Held im Erdbeerfeld. Zumindest bei den Mädels. Die Männer reagierten natürlich indifferent-grummelig. Aber sämtliche Frauen brachen in “Ist das niiiiedlich!” Rufe aus.
Bis auf eine, die wusste, worum es sich handelt; die sagte “Kawaii!” . (Huhu Anja!  ;) )

Also Männer, vergesst die langweilige Tour mit Blumen, Pralinen und Co., lernt lieber wie man Bentos macht. Damit kommt man bei Frauen an!

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