Oh Mann, da habe ich es wegen guter Nachrichten und Arbeitsvertrag unterschreiben und so komplett vergessen, mein Foto für das Projekt 52 zu posten!

Also ich geb zu, so richtig “liniert” ist das nicht. Das auf dem Bild ist mein Rock und das nennt man eher “Nadelstreifen”. Oder in diesem Falle “pinstripe”. Aber gestreift, liniert, wollen wir mal nicht so pingelig sein.

Beim Thema “Müll” denke ich irgendwie immer an Sesamstrasse und Oskar aus der Mülltonne. Sein unvergessenes Lied “Ich mag Müll!” war glaube ich der erste Hit meiner Kindheit.

In der Realität ist Müll meistens nicht ganz so romantisch. Ich habe ja letzte Woche schon von Thames 21 erzählt, die die Ufer der Wasserwege Londons vom Müll befreien. Was man da so an Plastikflaschen, Schokoriegelverpackungen und anderem Plastikkram findet, da kann einem schon ganz schön schlecht werden. Warum gibt es eigentlich nicht mehr Mehrweg- und biologisch abbaubare Verpackungen?

Man kann allerdings im Müll auch noch viel schlimmere Sachen finden – deswegen gibt es heute auch mal zwei Fotos, die vermutlich selbsterklärend sind.

Zweite Woche Projekt 52 und ich bin auch fast pünktlich. Das Event bei dem das Foto entstand, war aber auch erst heute.

Das auf dem Bild ist meine Freundin Judith. Judith arbeitet bei Thames 21; das ist eine gemeinnützige Organisation, die mit Hilfe von Freiwilligen die Ufer der Wasserwege Londons vom Müll befreit. Man bekommt ein paar feste Gummistiefel, Handschuhe, eine quietschgelbe Warnweste, eine Mülltüte und einen “litter picker” also ein hochtechnisches Gerät zur Aufnahme von Müll, einer riesigen Pinzette nicht unähnlich. Dann marschiert man los und sammelt Müll ein. Und davon gibt es jede Menge – aber das ist dann das Thema der nächsten Woche!

Dieses Jahr mache ich wieder beim Projekt 52 mit. Mal sehen wie weit ich komme. Neu ist, dass dieses Jahr die Themen eines ganzen Monats am Anfang veröffentlicht werden und man seine Bilder dann in beliebiger Reihenfolge am Mittwoch veröffentlichen kann.

Das erste Bild ist genau genommen gar nicht von mir… ich kann ja nicht gleichzeitig vor und hinter der Kamera sein! Aber wir haben das am Sonntag im Kew Bridge Steam Museum geknipst und von irgendwem kam die Bemerkung “Zirkusdirektorin!” – also dachte ich, passt doch!

Also ohne weiteres Gedöns:

In den letzten drei Wochen habe ich das Projekt 52 ein bisschen vernachlässigt. Das hole ich aber in den nächsten Tagen nach, bevor ich noch völlig ins Hintertreffen gerate.

Das Thema der achten Woche war Wärme.

Angesichts des Dauerwinters draussen, musste ich das Wort erst einmal im Lexikon nachschlagen. Nein, o.k., das war etwas übertrieben. Aber irgendwie fand ich es auch doof, ein Foto von meinem Heizkörper oder meinem derzeitigen Standard-Accessoire, der Wärmflasche, zu machen. Das war letzten Endes auch gar nicht nötig, denn schliesslich komme nicht ich alte Frostbeule aufs Foto, sondern Richard. Und der braucht keine Hilfsmittel, er ist auch sonst ein heisser Typ, wie folgendes Bild beweist:

Fragt mich jetzt bitte nicht, wie er solche Temperaturen entwickeln kann, wo er doch A. untot und B. aus Plüsch ist. Das geht garantiert nicht mit rechten Dingen zu. Aber bei Hexenmeistern sollte man keine allzugroße Neugier für Details an den Tag legen, da werden sonst leicht mal “berühmte letzte Worte” draus…

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