Beim Thema “Müll” denke ich irgendwie immer an Sesamstrasse und Oskar aus der Mülltonne. Sein unvergessenes Lied “Ich mag Müll!” war glaube ich der erste Hit meiner Kindheit.

In der Realität ist Müll meistens nicht ganz so romantisch. Ich habe ja letzte Woche schon von Thames 21 erzählt, die die Ufer der Wasserwege Londons vom Müll befreien. Was man da so an Plastikflaschen, Schokoriegelverpackungen und anderem Plastikkram findet, da kann einem schon ganz schön schlecht werden. Warum gibt es eigentlich nicht mehr Mehrweg- und biologisch abbaubare Verpackungen?

Man kann allerdings im Müll auch noch viel schlimmere Sachen finden – deswegen gibt es heute auch mal zwei Fotos, die vermutlich selbsterklärend sind.

Ein ganz normaler Feierabend. Ich sitze am Schreibtisch und lese meinen Feedreader, dabei höre ich auf einmal merkwürdige Geräusche aus dem Flur.

Katze #1 ist gerade dabei, die Schnürsenkel meiner Schuhe zu vertilgen. Ich stehe also auf, trenne Katze und Schuhe, was nicht ohne eine gewisse Empörung seitens der Katze vonstatten geht, setze mich dann wieder hin und lese weiter, als ich ein merkwürdiges Geräusch höre.

Katze #2 ist dabei, die Träger meiner Handtasche durchzukauen. Eigentlich kenne ich seine Vorliebe, auf allem was nicht bei drei auf dem Baum ist, herumzukauen (inklusive meiner Waden übrigens) und deswegen hänge ich die Handtaschen normalerweise sofort weg wenn ich nach Hause komme. Heute habe ich es vergessen. Ich nehme ihm also die Handtasche weg, bedenke ihn noch mit ein paar ausgesucht strengen Worten, in denen ich ihm eine Zukunft als Sofakissen oder in süßsaurer Soße in Aussicht stelle, hänge die Handtasche an ihren Platz und setze mich wieder hin.

Ich höre ein merkwürdiges Geräusch. Diesmal aus der Küche.

Katze #3 hat gerade geschafft, den Deckel des Mülleimers zu öffnen und sucht nun nach Schätzen. Als sie mich kommen hört, ergreift sie, um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden, panikartig die Flucht, was natürlich nicht ohne Havarie des Mülleimers und der großzügigen Verteilung des Inhalts auf dem Küchenboden abgeht. Ich räume also den ganzen Müll wieder ein, wische den Küchenboden und hoffe inständig, dass sie mich dann bitte endlich weiterlesen lassen!

Ich liebe Katzen!

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