Den Ausdruck “ich koche vor Wut” kann man bei mir durchaus wörtlich nehmen. Wenn ich aus irgend einem Grunde mit der Gesamtsituation unzufrieden bin, zieht es mich in die Küche. Eine Ansammlung von Zutaten in ein leckeres Gericht zu verwandeln, hat durchaus therapeutische Wirkung, jedenfalls auf mich.

Gestern war jedenfalls der richtige Tag, um mal etwas neues auszuprobieren. Seit ich vor einiger Zeit beim örtlichen Sandwichdealer einen Mini-Karottenkuchen mit cremigen Topping probiert hatte, war ich auf der Suche nach dem tollen Rezept um das nachzumachen. So wirklich optimal gefiel mir aber keines, so dass ich mir letztlich mein eigenes Rezept aus verschiedenen anderen zusammengebastelt habe. Mit dem Ergebnis bin nicht nur ich zufrieden.

Carrot Cupcakes mit Creamcheese Frosting

Teig:

  • 130 g Butter
  • 200g braunen Rohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (mit richtiger Vanille, nix Aroma)
  • 3 Eier
  • 300g fein geraspelte Möhren
  • 150g Mehl (ich habe Dinkelmehl verwendet)
  • 75g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 150g gehackte Mandeln (man kann auch Haselnüsse, Cashewkerne oder andere Nüsse nehmen, ganz nach Geschmack, ich nehme Mandeln, damit auch die Allergiker mitessen können)

Topping:

  • 200g Frischkäse (vorzugsweise einer, dessen Zutatenliste aus maximal drei Komponenten besteht*)
  • 50g Butter
  • 80g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • Dekoration nach Wunsch, ich habe kleine Marzipanmöhren genommen.

Die Zutaten sollten (wie eigentlich immer beim Backen) Zimmertemperatur haben. Butter schaumig rühren, Zucker zugeben und nach einiger Zeit die Eier. Solange rühren, bis sich alles einigermaßen homogen verbunden hat. Dann die Möhren unterrühren. In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen. Schliesslich beides zu einem glatten Teig verrühren.

Teig in Muffinförmchen füllen (ca. 3/4 gefüllt) und im auf 175°C vorgeheizten Ofen für ungefähr eine halbe Stunde backen. Bei mir hat der Teig für 15 Muffinformen gereicht. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Währendessen das Topping zubereiten: mit dem Mixer Butter mit Frischkäse schaumig rühren, nach und nach Puderzucker und Vanillemark zugeben. 2-3 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen.

Die Creme auf die abgekühlten (!) Muffins mit einer Spritztülle aufbringen oder einfach daraufstreichen. Verzieren nach Wunsch; ich fand die kleinen Marzipanmöhren ausgesprochen schick dazu. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufheben. Am besten schmecken sie übrigens, wenn sie einige Stunden durchgezogen sind.

Fazit: bösartig lecker! :)

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* Beliebt ist in Rezepten ja immer der Frischkäse mit dem großen P; seit sie die Rezeptur geändert haben, kommt der bei mir aber nicht mehr auf den Tisch. Frischkäse besteht aus Frischkäse und Salz, eventuell ist auch noch Lab mit bei den Zutaten aufgeführt. Frischkäse, in dem unnötigerweise irgendwelche Verdickungsmittel, Emulgatoren oder dergleichen eingesetzt wird, muss ich mir und meiner Gesundheit nicht antun. Eine gute Alternative gibt es beispielsweise bei Aldi Nord oder von Buko.

Heute kamen ins Bento natürlich zwei von den gestern erstellten Dampfbrötchen. Der Rest ist übrigens mittlerweile verputzt; ein paar konnte ich gerade noch retten und einfrieren. Wenn man wie in diesem Falle schon etwas vorbereitet hat, dauert so ein Bento zusammenstellen keine zehn Minuten.

Oben: besagte Baozi auf einem Salatbett mit Möhrchenblumen
Unten: Chili-Soße zu den Baozi, Apfelstücke, Nüsse und ein Schoko-Bonbon

Mir fällt auf, dass ich in letzter Zeit fast nur noch die Eulen-Box benutze – kein Wunder, sie ist ja auch wesentlich größer als die anderen und reicht grade so für einen hungrigen Mann. Vermutlich brauche ich noch ein bis zwei weitere große Boxen. Ausgeguckt habe ich mir ja schon welche… :)

Gestern abend vor dem Schlafen gehen fiel mir auf, dass es irgendwie schwierig werden könnte, am nächsten Morgen ein Tomaten-Mozzarella-Bento zuzubereiten, wenn man früher am Tag sämtliche vorhandenen Tomaten im Mittagessen versenkt hat.
Also kurzfristig umdisponieren, ist ja nix neues. Zum Glück haben wir immer eingefrorenes Vollkornbrot im Kühlschrank.

Oben: besagtes Vollkornbrot, nunmehr aufgetaut, mit Eisbergsalat, Käse, Lachsschinken und Teewurst, dazu zwei Möhrchen in Stiften.
Unten: eine halbe Orange, ein halber Apfel und damit es nicht zu gesund wird, ein paar Bonbons

Heute steht demzufolge mal wieder einkaufen auf dem Plan. Keine Tomaten im Haus geht ja mal gar nicht! :)

Heute haben wir einen Ausflug gemacht, zur Festung Königstein (Bericht folgt). Wie wir feststellen konnten, ist das Raubrittertum auch heute noch auf Sachsens Burgen und Schlössern allgemein vertreten. Nur tarnt es sich jetzt als Eintrittsgelder, Parkgebühren, Kosten für Toilettenbenutzung und ganz besonders verwegene Preisgestaltung bei der Gastronomie.

Aber wir haben sie ausgetrickst – wir hatten natürlich unser Essen in kleinen Dosen dabei! Wenn man nur von zuhause zur Arbeit / Schule fährt und die Dose den ganzen Tag sicher auf dem Tisch steht, kann man so ziemlich alles ins Bento tun. Bei Touren, die über Stock und Stein gehen, empfiehlt sich die etwas robustere, auslaufsichere Variante der klassischen Brotdose. Auf sächsisch auch “Bemmbixe” genannt.

In beiden Dosen: Vollkornbrot mit Eisbergsalat, Rügenwalder bzw. Käse und Schinken; Möhrchen, Mini-Salamis, Tomaten. In den beiden kleinen Behältern sind Apfelstücke, zum Nachtisch gab es zwei Mini-Donuts und Gummibärchen. Dazu gabs noch Tee aus der kleinen Thermoskanne.

Dieses Mittagessen hat richtig viel Spass gemacht! :)

Gestern nachmittag habe ich uns spontan für später zum Spieleabend verabredet. Nun war der Mann aber noch ahnungslos beim Sport und hinterher war keine Zeit um noch großartig was zu essen zu machen. Ganz klarer Fall: Bento, übernehmen Sie!

Diesmal also für zwei und wieder ein fürchterlich gesundes Rohkost-Bento:

In der jeweils grösseren Dose: selbstgebackenes (naja, Backmischung) Vollkornbrot mit Salat, Käse und Schinken, eingekeilt von Möhrenstiften

In der kleineren Dose: Salat, Radieschen, Kirschtomaten und ein paar Prinzenkekse.

Und da unterstellt man uns Rollenspielern immer, wir würden uns nur von Knabberzeug und Bringdienst-Pizza ernähren! ;)

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