Deutschland ist ja eine weitgehend humorfreie Zone. Wer’s nicht glaubt, muss sich nur mal ansehen, was hierzulande unter dem Stichwort “Comedy” läuft. Und der Deutsche als solcher ist ja ganz gerne auch mal unzufrieden. Besonders mit der Gesamtsituation, aber auch gerne mit Details, insbesondere mit dem Lebenswandel seiner Mitmenschen.

Anders lässt sich das kollektive Gemuffel auf Facebook und Blogs für mich auch nicht erklären. Halloween, alles Mist; hatten wir früher doch auch nicht; muss denn jeder Scheiß aus Amerika übernommen werden?; ich hasse das, wenn den ganzen Abend diese blöden Gören klingeln… und so weiter und so fort.

Hallo Leute, geht’s noch?

Zunächst mal: wenn wir, so als Menschheit im allgemeinen, nicht gelegentlich unsere Gewohnheiten verändern und neue Dinge dazunehmen würden, dann säßen wir heute noch in Felle gewickelt in irgendwelchen Höhlen. Ohne Feuer, denn das ist ja neumodischer Schnickschnack, hatten wir früher ja schließlich auch nicht!

Außerdem kann ich mich erinnern, dass es auch zu meiner Kindheit (und die ist nun wirklich schon eine Weile her!) üblich war, um diese Jahreszeit irgendwann von Haus zu Haus zu gehen und Süßigkeiten abzustauben. In der Gegend um Hannover hiess sowas Matten Matten Mären und hatte natürlich ursprünglich mit St.Martin zu tun. Im Vergleich zu Halloween eine eher dröge Angelegenheit, aber dafür religiös motiviert. Das ist wohl auch der am häufigsten genannte Kritikpunkt: bisherige Bräuche werden durch diesen neuen Brauch verdrängt.

Ja aber wenn es doch mehr Spaß macht?

Ob man das mitmachen möchte oder nicht und in welchem Ausmaß, ob kommerziell oder alles selbstgemacht, ob man feiert oder lieber zuhause bleibt – das ist doch jedem selbst überlassen? Das ist genau wie mit Karneval oder letztlich auch Weihnachten oder Ostern; man entscheidet selbst, auf welche Weise man damit zu tun haben möchte. Aber dieses Gemecker, wenn andere Leute Spaß haben, das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich selbst habe mich dieses Jahr allerdings auch weitgehend aus Halloween rausgehalten. Da ich am nächsten Tag arbeiten musste, habe ich mir irgendwelche Partys verkniffen. Süßigkeiten für Kinder hatte ich auch keine zu Hause – ich kenne mich, die futtere ich dann alle selbst und dann wenn die Kinder klingeln ist nichts mehr übrig!

Unterwegs bin ich allerdings einer Menge winziger Hexen, Vampire und ähnlicher Schauergestalten begegnet, die allesamt so niedlich waren, dass ich sie am liebsten eingesammelt hätte. Wer bei sowas nicht wenigstens lächeln kann, wenn Kinder mit leuchtenden Augen durch die Gegend laufen und Spaß haben, der ist in meinen Augen ein humorloser Klotz!

Bei Gilly gesehen und spontan geklaut mitgenommen. Für all meine Allergiker-Brüder und -Schwestern da draußen:

Wobei mich seltsamerweise die Pollenallergie bis jetzt in Ruhe gelassen hat. Irgendwie traue ich dem Frieden aber nicht. Da kommt bestimmt noch was…

So ganz aus der Luft gegriffen ist es ja nicht, was dem Helden in diesem kleinen Videospiel wiederfährt. Ein guter Grund jedenfalls, warum es manchmal keine gute Idee ist, die Prinzessin zu retten:

(via Gilly’s Playground)

Kürzlich gelang mir dieser seltene Schnappschuss:

Dabei handelt es sich um eine sogenannte Sockenhalde.

Wie es zu solchen Ansammlungen von Socken kommt und was die Ursache dahinter ist, konnte noch nicht eindeutig wissenschaftlich geklärt werden. Eine Theorie besagt, dass derlei Halden bereits seit der Steinzeit rituellen Zwecken dienen, ähnlich der Territorialmarkierung. Eine andere Theorie behauptet, dies wäre der Ort, an den sich die gemeine Herrensocke (lat. soccus vulgaris) zum Sterben zurückziehe.

Bewiesen ist bislang lediglich, dass das Vorhandensein einer solchen Halde in jedem Falle auf die Anwesenheit eines nicht domestizierten Männchens der Gattung Homo sapiens hindeutet. Diese possierlichen Zeitgenossen sind leider bislang nur wenig erforscht, so dass die Sockenhalde wohl bis auf weiteres ein Mysterium darstellen wird.

Kürzlich machte auf Twitter und in Blogs folgendes Video die Runde:

Was viele nicht wissen: das ist lediglich die russische Billigvariante, von Christoph Waltz‘ grösstem Werk: Der Humpink! Der amerikanische Talkmaster Jimmy Kimmel stellt in seiner Sendung die Sache klar:

Also ich bin beeindruckt, über welche künstlerische Bandbreite Christoph Waltz verfügt. Wenn er so weitermacht, lassen sie ihn in Hollywood nicht mehr weg!

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