Also von dem bereits erwähnten Lord of the Rings mal abgesehen wäre das zum Beispiel das andere Standardwerk des Nerdtums: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, im Deutschen bekannt als Per Anhalter durch die Galaxis. Wobei es sich ja nicht nur um ein einzelnes Buch handelt, sondern um eine Trilogie. In fünf Teilen.

Diesen Büchern verdanken wir nicht nur die Erkenntnis, dass die Antwort auf die Frage aller Fragen, nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest 42 lautet. Man erfährt auch so wertvolle Dinge wie die Geheimnisse der vogonischen Dichtkunst, die Wirkung des Pangalaktischen Donnergurglers (“als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen”) und natürlich den wichtigsten Ratschlag aller Zeiten: Keine Panik!

Dank dem Hitchhiker’s Guide wissen wir auch, dass wir niemals unser Handtuch vergessen dürfen und tragen es jedes Jahr am Towel Day am 25. Mai im Gedenken an Douglas Adams mit uns herum. Denn das ist eine der wichtigsten Lektionen des Anhalter-Daseins:

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade “verloren” hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

- Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

Ein Buch für alle Lebenslagen. So long, and thanks for all the fish!

Oder wie die korrekte Bezeichnung lautet: Towel Day. Dieser Tag erinnert an den 2001 verstorbenen Schriftsteller Douglas Adams, den Autor der Per Anhalter durch die Galaxis Reihe und anderer Bücher.

Was macht man am Towel Day?
Ganz einfach: ein Handtuch mit sich herumtragen. Den ganzen Tag, überallhin.

Wieso ausgerechnet ein Handtuch?
Das beantwortet ein Zitat aus Per Anhalter durch die Galaxis:

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade “verloren” hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

Ein paar Links zum morgigen Tag:

  • In Berlin findet um 19:00 Uhr am Alex ein Flashmob für alle Anhalter mit Handtüchern statt. Dazu gibt es auch eine Facebook-Seite.
  • Ebenfalls in Berlin findet im c-base anlässlich des Towel Day ein Space Drinc Contest statt. Aus organisatorischen Gründen wurde dieser mittels Zeitschleife auf Freitag den 28. Mai gelegt.
  • Bei Getdigital.de wird ein Aktions-Set zum Towel Day, bestehend aus zwei T-Shirts und einem Handtuch, angeboten.
  • Alle Anhalter, die mit Handtuch einen der Läden von Zweitausendeins besuchen, erhalten ein von den Zeichnern Seyfried & Ziska gestaltetes Douglas-Adams Poster. Ausserdem kann man auf der Zweitausendeins-Seite der Vogonischen Dichtkunst frönen und ein Gedicht dort veröffentlichen. Näheres findet man auch auf der Facebook-Seite von Zweitausendeins.

Also: morgen nicht das Handtuch vergessen. Und natürlich: Keine Panik!


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