Heute morgen dachte ich, ist denn echt schon Freitag?
Andererseits: zum Glück ist endlich Freitag. Diese Woche war ich so beschäftigt, ich kann ein verlängertes Wochenende jetzt wirklich gebrauchen!

Das fing ja schon am letzten Wochenende an. Da fiel mir zunächst auf, dass die Sonne ab dem Nachmittag genau auf meinen Monitor scheint. Mal ganz davon abgesehen, dass man da nicht mehr wirklich viel sieht, aber die Temperaturen die sich da so entwickeln sind sicher auch nicht ganz gesund für so ein TFT. Ich habe mir jedenfalls fast die Finger dran verbrannt. Also: mal eben das ganze Wohnzimmer umräumen, damit der Schreibtisch künftig woanders steht.

Wo ich dann grad dabei war, habe ich dann auch noch sämtliche Kratzer (Katzen, man erinnere sich) in der Tapete mit Farbe übermalt und da ich immer noch überschüssige Energie hatte, einfach mal mein Bücherregal umsortiert. Ich habe es jetzt auf die Bücher beschränkt, die ich wirklich am liebsten mag; fast zwei Drittel meiner Bücher habe ich aussortiert und die werden jetzt verkauft und verschenkt. (Mir fällt grad auf, das ist vielleicht nicht die schlaueste Idee, das im Blog zu erzählen, wo diejenigen mitlesen, die beim letzten Umzug meine etlichen Bücherkisten schleppen mussten … ähm…).

Diese Woche hatte ich dann außer Arbeit – wo wir momentan auch ein paar, naja, ich nenne es mal “sportliche Aufgaben”, zu tun haben – auch noch jeden Abend drei Stunden Sprachkurs. Und das war wirklich der Hammer! Ich kam zwar jeden Abend nach Hause und war vollkommen platt; aber der Kurs hat sich richtig gelohnt. Vor zwei Wochen konnte ich mich grade mal an drei Wörter Französisch erinnern, jetzt kommuniziere ich wieder in ganzen Sätzen und die machen sogar meistens noch Sinn!

Laut Aussage meiner Lehrerin und dem Ergebnis mehrerer Online-Tests zufolge, habe ich ein Sprachniveau zwischen dem Level B1 und B2. Das ist schon verdammt gut, wenn man bedenkt, dass ich praktisch seit meinem Abitur nichts mehr mit der französischen Sprache am Hut hatte (nee, ich sag euch nicht, wie lange DAS her ist!). Mir geht es natürlich trotzdem zu langsam und ich habe das Gefühl, mich kaum artikulieren zu können – aber klar, ich vergleiche auch mit meinem Englisch, obwohl das Blödsinn ist.

Zumindest habe ich ausbaufähige Sprachkenntnisse, das ist schon mal fein. Das Lernen als solches hat übrigens total viel Spass gemacht, es war eine sehr nette Gruppe und die Lehrerin ist top, weil sie keine langweiligen Lehrbuchsätzchen wiederholt sondern die Sprache so lehrt, wie sie auch wirklich gesprochen wird. Jetzt kann ich mich allerdings nicht auf meinen Lorbeeren ausruhen. Der nächste Kurs ist schon in Planung; dann vielleicht aber nicht ganz so crashkursmäßig..

 

Ein Beitrag den ich gerade bei Lutz auf dem Blog gelesen habe, erinnerte mich an diese kleine Geschichte, die bereits im Dezember passierte.

Da saß ich so in der U2 auf dem Weg nach Hause und am Wittenbergplatz steigt ein älteres Paar zu. Beide, wie das an dieser Station gang und gäbe ist, mit diversen Tüten aus dem KaDeWe. Als sie sich mir gegenüber auf der Bank niedergelassen hatten, wurde dann auch die Beute direkt begutachtet. Dabei kam es zu folgender Konversation.

Beide bewundern ihre neue Mütze.
Er, fachmännisch: “Das ist Flitz!”
Sie ist irritiert: “Was?”
Er: “Na die Mütze. Das ist Flitz!”
Sie: “Kenne ich nicht!”
Er buchstabiert: “F-L-E-E-C-E!”

Ah ja.
Zum Glück musste ich dann aussteigen, sonst wäre ich vermutlich an dem unterdrückten Lachanfall erstickt. ;)

Missi hat wieder zur Paradepower aufgerufen und da mache ich gerne mit. Dieses Mal geht es um Sprachen.

Welche Sprachen sprichst Du außer deutsch? [mehr als Grundkenntnisse, Urlaubsniveau ist ok; Dialekte dürfen auch mitgenannt werden]
Englisch fließend, Französisch so lala, bisschen Spanisch, ein kleines bisschen Italienisch, ein paar Wörter Chinesisch (Mandarin & Kantonesisch). Ach ja und Latein habe ich auch mal gelernt.
Ich selbst spreche Hochdeutsch (gelegentlich mit leichtem Berliner Einschlag), aber ich verstehe auch Kölsch, Bayrisch und Sächsisch.

Bist Du ein Sprachtalent oder tust Du dich mit fremden Sprachen eher schwer?
Sprachen sind mir schon in der Schule ziemlich leicht gefallen.

Würdest Du sogar eine fremde Sprache studieren? Worauf würde deine Wahl fallen?
Habe ich sogar gemacht, ich habe ein paar Semester Anglistik auf dem Konto. Leider nicht fertig studiert.

Würdest Du gern noch Sprachen lernen? Wenn ja, welche?
Ich würde gerne mal etwas mehr Chinesisch lernen. Oder Japanisch. Oder Schwedisch wäre auch nicht schlecht.

Liest Du auch fremdsprachige Bücher? Wenn ja, in welcher Sprache?
Ich habe den Tick, Bücher die in Englisch geschrieben wurden, auch in dieser Sprache zu lesen, da in der Übersetzung doch immer sehr viel verloren geht. Mein Bücherregal ist demzufolge zur Hälfte in Englisch.

Erzähle uns von einem lustigen/denkwürdigen Ereignis, bei dem Du eine Fremdsprache angewendet hast. [optional]
Ich erinnere mich an eine nette Konversation, die ich auf dem Flughafen von Los Angeles in der Warteschlange mit einer freundlichen älteren Dame hatte. Es war kurz vor Weihnachten, auf dem Flughafen war der Bär los, wir unterhielten uns also darüber wo wir hinwollten (Las Vegas), wen wir da besuchen, wie wir die Feiertage verbringen würden, sowas halt. Ich erwähnte auch, dass ich nach Neujahr wieder nach Germany fliegen würde. Woraufhin sie mich fragte, was ich denn in Germany machen würde, ob ich da einen Job hätte? Ich sagte, ja klar arbeite ich da, ich bin doch Deutsche! Worauf sie aus allen Wolken fiel, denn das hätte sie jetzt nicht erwartet. Ich fand das ein sehr nettes Kompliment.
Übrigens habe ich zehn Meter weiter am Flugschalter dann spontan sämtliche Fremdsprachenkenntnisse einfach mal verlernt, als mir die Dame hinter dem Schalter erklären wollte, dass der Flug überbucht sei und man mich nicht mitnehmen könne. Ich habe nur verständnislos die Schultern gezuckt, Sorry, I don’t understand! und ihr so lange meine Bordkarte vor die Nase gehalten, bis sie mich resigniert doch noch eingecheckt hat.

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