Vor ein paar Tagen freute ich mich noch laut darüber, dass unsere Katzen so pflegeleichtes Fell haben.
Denkste, Puppe!

Hätte ich bloss nichts gesagt. Denn bei einer ausgiebigeren Streichel- und Knuddelaktion fiel mir auf, dass Leon ein paar Knötchen im Bauchfell hatte. Kurz vor den Hinterbeinen, da wo er es gar nicht mag wenn jemand da an ihm herummacht – warscheinlich sind uns deswegen die Knötchen auch erst jetzt aufgefallen. Sie waren klein, aber dicht an der Haut, was immer ein bisschen problematisch ist. Schlecht zu entfernen, ziept an der Haut und kann wenn sie nicht entfernt werden, zu Rissen und Entzündungen führen.

Zum Glück hatte er gerade eh einen Schmuseanfall und da haben wir einfach mal probiert, ihm die Knötchen mit dem Rasierer aus dem Fell zu entfernen. Wider Erwarten ging das völlig problemlos. Wir hatten ja mit Unwillen bis Panik seinerseits gerechnet, wenn wir da mit diesem brummenden Gerät an seinem Bauch herumhantieren, aber Monsieur war ganz entspannt und schnurrte sogar.

Als er dann eine kleine Tonsur am Bauch hatte und wir eh schon mit Katzenhaaren bedeckt waren, beschlossen wir, einfach mal wieder eine größere Fellpflege-Aktion mit allen drei Katzen zu machen. Einer nach dem anderen wurde ins Zimmer geholt, mit Leckerchen eingedeckt, auf eventuelle Knötchen im Fell untersucht und nach der Entfernung derselben ausführlich gebürstet. Erst mit dem Kamm, dann mit dem Furminator, zum Abschluss mit der Zupfbürste um die letzten losen Haare zu entfernen.

Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Wir könnten uns noch eine vierte Katze daraus stricken:

Vor allem der kleine Linus hat sich ja zum wahren Flauschmonster entwickelt, aber auch die anderen beiden haben soviel Fell, dass es für zwei Katzen reichen würde.

Zum Glück muss man so eine Aktion nur alle paar Monate machen, den Rest der Zeit reicht einfaches Bürsten einmal die Woche. Wir sahen hinterher übrigens auch aus, als wäre uns ein Fell gewachsen. Ausser etwas herzzereißendem Protest (der Furminator erfreut sich bei den Vierbeinern nicht gerade größerer Beliebtheit) gab es aber keine nennenswerte Gegenwehr. Jetzt haben die Süßen wieder Ruhe, bis zum nächsten Mal.

Heute ist das Thema von Fellbandes Fragen die Fellpflege:

1. Wie oft bürstet Ihr Eure Katze(n) ?
Je nach Lust und Laune, aber mindestens einmal die Woche. Ansonsten filzen die Viecher. ;)

2. Welches Bürstzubehör habt Ihr?
Einen Metallkamm mit groben Zinken, eine sogenannte Zupfbürste mit der man gut lose Haare rausstriegeln kann, einen Spezialkamm um verfilzte Stellen zu entfernen und einen sogenannte Furminator, der allerdings nur gelegentlich zum Einsatz kommt, da wir keine nackten Katzen wollen. Ausserdem noch eine kleine, abgerundete Kinderschere, falls doch mal alles zu spät ist und man verfilzte Stellen aus dem Fell schneiden muss.

3.Wie lange bürstet Ihr ca. Eure Katze(n) und lassen sich alle gerne oder gar nicht bürsten?
Sehr unterschiedlich.

Wenn Lotti in Schmusestimmung ist, kann man sie stundenlang bürsten, dabei räkelt sie sich dann ganz begeistert und schnurrt wie wild. Solange es nicht ziept, dann wird sie leicht unkooperativ. Aber was Bürsten betrifft, ist sie diejenige von unseren Katzen, bei der es am Einfachsten geht. Besser ist das, ihr Fell filzt nämlich auch recht gerne mal.

Bei Leon hingegen artet Bürsten nach spätestens 30 Sekunden in eine Art Ringkampf aus. Er verwechselt das Ganze nämlich mit Herumbalgen. Dann haut und beisst er nach der Bürste; selbst schuld, wenn man mit der Hand dazwischengerät. Friedlich bürsten lässt er sich so gut wie nie. Wir versuchen immer auszunutzen, wenn er gerade kuschelig ist und dann etwas zu bürsten; ansonsten kann man ihn nur bewegungslos festhalten und einfach ruckzuck komplett durchbürsten, das machen wir aber nicht so oft, da er verständlicherweise davon nicht begeistert ist.

Linus ist total pflegeleicht; der kaspert zwar auch nach ein paar Sekunden mit der Bürste herum und Stillsitzen ist auch nicht so sein Ding. Auf der anderen Seite hat er aber dieses Wahnsinnsfell, das überhaupt kein bisschen filzt (hoffentlich bleibt das so!) und auch kaum haart. Er wird aber trotzdem jedes Mal mitgebürstet, damit er sich gar nicht erst irgendwelche Flausen in den Kopf setzt.

4. Was macht Ihr mit dem ausgebürsteten Fell?
Ab in den Müll. Ansonsten könnten wir uns jede Woche eine neue Katze stricken, mit dem was wir da so auskämmen.

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