So allmählich kriege ich den Bogen raus. Gestern beim Gemüseschnippeln für gemischten Salat einfach noch ein bisschen mehr geschnippelt und heute morgen mit dem restlichen Thunfisch von gestern zu einem bunten Thunfischsalat verwurschtelt. Der Einsatz kleiner Tupper- und sonstigen Dosen im Kühlschrank hat massiv zugenommen. Na schön, vorher war ihr Aufkommen auch nahe Null. Aber hier verkommt nix! ;)


Oben: Vollkornbrot mit Teewurst und Eisbergsalat, eingerahmt von gestiftelten Möhrchen, daneben der zuvor erwähnte bunte Thunfischsalat
Unten: Bananen-Kiwi-Spiesse, Grießpudding mit Zimtzucker (untendrunter) und Konfetti, sowie ein Godzilla-Windbeutel und ein Bonbon.

Gestern beim Einkaufen wollte ich mir eigentlich die allseits beliebte Zuckerschrift kaufen; in unserem Saftladen, pardon, Kaufland fand sich aber keine. Stattdessen entdeckte ich etwas noch viel besseres: Schokoladenschrift! Von Lindt. Also das ist wahre Dekadenz! Musste natürlich gestern gleich an den Windbeuteln ausprobiert werden. Das Ergebnis ist noch etwas ungelenk, dafür aber lecker. Ich konnte mich gerade noch beherrschen, so lange zu “probieren” bis die Tube leer ist.

Ja, echte Schokoholics machen sowas!

Bento die zweite. Ich wollte unbedingt das ganze Sandwich in die Box bekommen; hat auch funktioniert, aber die Anordnung ist noch steigerungsfähig.


Oben: Käse-Schinken-Sandwich mit Eisbergsalat und Deko aus gekochtem Schinken
Unten: Thunfisch-Mayo, Kirschtomaten, der Rest vom Sandwich und Kiwistückchen

Vor allem der Thunfisch sah in natura entschieden appetitlicher aus als auf dem Foto. Nächstes Mal bin ich gewarnt. ;)

Der Mann war gestern mit seinem Bento übrigens der Held im Erdbeerfeld. Zumindest bei den Mädels. Die Männer reagierten natürlich indifferent-grummelig. Aber sämtliche Frauen brachen in “Ist das niiiiedlich!” Rufe aus.
Bis auf eine, die wusste, worum es sich handelt; die sagte “Kawaii!” . (Huhu Anja!  ;) )

Also Männer, vergesst die langweilige Tour mit Blumen, Pralinen und Co., lernt lieber wie man Bentos macht. Damit kommt man bei Frauen an!

Eigentlich hatte ich ja etwas anderes geplant, aber gestern bestand der Mann auf Nudeln mit Lachs zum Mittag und da habe ich direkt zugeschlagen und eine Portion für das Bento heute abgezweigt. Frau ist ja flexibel. Gestern nachmittag habe ich dann testweise eine ganze Weile herumgebastelt, was man man theoretisch wo in welcher Menge in die Bento-Box füllen könnte. Ich muss erst einmal ein Gefühl dafür bekommen; ein Mini-Windbeutel auf dem Teller sieht tatsächlich “mini” aus, in der kleinen Bento-Box wächst er auf Godzilla-Format! Aber das kriegen wir hin!

Hier also mein aller-allererstes Bento ever:


Oben: der eingangs erwähnte Mini-Windbeutel, ein Bonbon, Apfelstückchen (kurz in Zitronensaft gebadet), der unvermeidliche Mini-Babybel und in der kleinen Dose ist ein Klecks Ketchup.
Monsieur ist Feinschmecker und isst daher seinen Käse gern mit Ketchup! ;)

Unten: Fusilli mit Chili-Lachs-Sauce, garniert mit Möhrenblümchen à la Picasso

Das meiste davon konnte man ganz entspannt gestern abend schon vorbereiten, für mich ein echter Vorteil, denn früh morgens bin ich noch echt unkoordiniert. Mal eben spontan ein paar Sachen zusammenschmeissen ist da eher nicht drin. Aber wenn man die Reste die dank Mini-Mengen entstehen nicht wegwerfen will, muss man eh ein bisschen planen.

Und jetzt gehe ich frühstücken. Es gibt Möhre und Apfel! Quelle surprise! ;)

Die Bentomanie greift um sich und sie ist hochgradig ansteckend! Vor ein paar Wochen wurde ich auf Sari’s Mondgras-Blog zum ersten Mal darauf aufmerksam, seither fand ich das Thema faszinierend. Der Begriff Bento kommt aus dem Japanischen. Man könnte es ganz simpel als Essen für unterwegs bezeichnen. Mit hiesigen Stullenpaketen hat es allerdings genauso wenig gemeinsam, wie Ikebana mit einem Blumenstrauß.

Die Sache ist also ein bisschen komplizierter. Ein Bento ist ein filigranes kleines Kunstwerk, das in seiner ursprünglichen Form eine komplette, ausgewogene Mahlzeit auf kleinstem Raum, nach festgelegten Kriterien wie verwendete Nahrungsmittel, Zubereitungsarten, Textur und sogar Farbe darstellt. Das Ergebnis ist häufig fast zu schön zum Essen, wie man sich beispielsweise hier überzeugen kann.

Jetzt muss man es sich natürlich nicht komplizierter als unbedingt nötig machen und auch ohne vorangegangenen Japanisch-Kochkurs kann man abwechslungsreiche Mahlzeiten in kleine Boxen packen. Vielseitig soll es sein, schmackhaft, abwechslungsreich und hübsch aussehen sollte es auch noch. Will man keine handelsüblichen Brotdosen verwenden, dann gibt es umfangreiches Originalzubehör aus Japan – natürlich alles unglaublich niedlich kawaii!

Heute sind dann auch meine bei Bentoshop.de bestellten Boxen und anderer Kleinkram eingetroffen; ab nächste Woche geht es dann also richtig los, mit Essen in kleinen Dosen!

Unboxing Bento. Erster Eindruck:  liebevoll verpackt! Und kleine Goodies gab es dazu, einen Schwamm und einige Blätter Sushi-Gras (oder ganz fachmännisch: baran).

Ausgepackt offenbart sich die ganze Pracht: zwei Bento-Boxen, Silikonförmchen, kleine Dosen und Flaschen als Behälter für einzelne Lebensmittel im Bento. Alles so schön bunt! Die Dosen hat sich der Mann übrigens mit ausgesucht. Nicht dass er sich plötzlich in der Pause verschämt irgendwo versteckt, weil ihm eine Essensdose mit kleinen Aliens Häschen drauf peinlich wäre. Aber nee, er fragte, ob es auch Boxen mit Sponge Bob oder Hello Kitty* gäbe. Sollte mir das zu denken geben?

Die erste Reaktion auf Bentoboxen und Co. ist eigentlich immer dieselbe: Huch, die sind ja so winzig! Ich hatte mir vor der Bestellung extra die Abmessungen auf einem Blatt Papier aufgezeichnet um es mir besser vorstellen zu können, aber trotzdem war ich von der Größe (bzw. dem Gegenteil) im ersten Moment etwas erschlagen. Ich habe mal einen Euro daneben gelegt, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

Ab nächster Woche gibt’s die Bentos dann auch mit Essen drin. Bin schon sehr gespannt, was da am Anfang alles schief geht. Aber nicht umsonst heisst es Übung macht den Meister und der Weg ist das Ziel;)

*Natürlich gibt es Bentoboxen mit Hello Kitty. Sollten wir alles unterschiedliche Bentozubehör was Sanrio mit Hello Kitty Motiven herausgebracht hat erwerben wollen, bräuchten wir erstens einen Lottogewinn und zweitens eine größere Wohnung.

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