LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011) Kürzlich fiel mir auf, dass ich schon länger keine Kochrezepte mehr gebloggt habe. Also ich koche schon noch. Aber seltener irgend etwas bloggenswertes. Was auch an der Zahl der potenziellen Mitesser bzw. Mangel an denselben liegt.

Aber als ich vom neuestem Blog-Event auf 1x umrühren bitte las, war mir klar, da muss ich mitmachen. Ich wusste auch sofort mit welchem Rezept. Das wollte ich schon ausprobieren, seit ich das erste Mal davon gelesen hatte.

Nun ist “ran an den Speck” eher kein Küchen-Motto von mir. Fleisch gibt’s selten, fettiges Zeug noch viel seltener und eigentlich ist dieses Rezept so ziemlich das genaue Gegenteil von allem, was ich sonst so esse. Vermutlich macht es das so reizvoll.

Und natürlich die Tatsache, dass man diesem Sandwich nachsagt, es sei DAS Lieblingsessen von Elvis Presley gewesen. Weswegen es auch allgemein als Elvis Sandwich oder schlicht The Elvis bekannt ist. Wenn man sich die zierliche Figur von Elvis Presley in seinen späteren Jahren und die durchschnittliche Kalorienzahl dieses Sandwiches vor Augen führt, gar keine so unwarscheinliche Geschichte.

Also mich macht eines davon pappsatt. Aber es ist wirklich bösartig lecker, auch wenn es sich zunächst ziemlich pervers anhört.

 

The Elvis

Zutaten für ein Sandwich:

  • 2 große Scheiben Sandwich-Toast
  • 1-2 Esslöffel Erdnussbutter
  • 1/2 Banane
  • 3-4 Scheiben Bacon

Sandwich-Toast leicht toasten. Pfanne heißmachen und Baconscheiben knusprig braten. Banane in Scheiben schneiden. Beide Sandwichscheiben mit Erdnussbutter bestreichen, auf eine Hälfte die Bananenscheiben legen. Bacon-Scheiben abtropfen lassen, auf die Bananenscheiben legen und die andere Brotscheibe drüberklappen. Beherzt zusammendrücken und dann in der noch heißen Pfanne im Bacon-Fett anbraten (aufpassen! das wird ziemlich schnell dunkel!). Auf einen Teller legen, in zwei Dreiecke schneiden – fertig!
Hail to the King, Baby!
Und im Anschluss kann man das Sandwich wieder abtrainieren, indem man ungefähr eine Stunde zu diesem Lied durch die Gegend tanzt:

So allmählich kriege ich den Bogen raus. Gestern beim Gemüseschnippeln für gemischten Salat einfach noch ein bisschen mehr geschnippelt und heute morgen mit dem restlichen Thunfisch von gestern zu einem bunten Thunfischsalat verwurschtelt. Der Einsatz kleiner Tupper- und sonstigen Dosen im Kühlschrank hat massiv zugenommen. Na schön, vorher war ihr Aufkommen auch nahe Null. Aber hier verkommt nix! ;)


Oben: Vollkornbrot mit Teewurst und Eisbergsalat, eingerahmt von gestiftelten Möhrchen, daneben der zuvor erwähnte bunte Thunfischsalat
Unten: Bananen-Kiwi-Spiesse, Grießpudding mit Zimtzucker (untendrunter) und Konfetti, sowie ein Godzilla-Windbeutel und ein Bonbon.

Gestern beim Einkaufen wollte ich mir eigentlich die allseits beliebte Zuckerschrift kaufen; in unserem Saftladen, pardon, Kaufland fand sich aber keine. Stattdessen entdeckte ich etwas noch viel besseres: Schokoladenschrift! Von Lindt. Also das ist wahre Dekadenz! Musste natürlich gestern gleich an den Windbeuteln ausprobiert werden. Das Ergebnis ist noch etwas ungelenk, dafür aber lecker. Ich konnte mich gerade noch beherrschen, so lange zu “probieren” bis die Tube leer ist.

Ja, echte Schokoholics machen sowas!

Wenn das Leben dir braune Bananen gibt, mach Bananenbrot!

Kein Kuchen im eigentlichen Sinne, eher etwas robuster und durchaus als Unterlage für süßen Aufstrich geeignet. Schmeckt aber auch allein und enthält lauter gesunde Sachen. Ausserdem die genialste Resteverwertung für überreife Bananen, die ich kenne. Funktioniert auch nur mit solchen. Wenn die Bananen noch nicht reif sind, gönnt man ihnen 1-2 Tage die Gesellschaft von ein paar Äpfeln, dann erledigt sich das von selbst.

  • 4 reife Bananen
  • 3 Eier
  • ca. 200 ml fettarme Milch
  • 2 Eßlöffel Honig
  • 3 Eßlöffel Öl
  • 300 g Mehl (Weizen oder Vollkorn oder beides gemischt)
  • 1 Päckchen Backpulver

Die Bananen gut pürieren, dann mit den restlichen feuchten Zutaten verrühren. Anschliessend das mit dem Backpulver gemischte Mehl zugeben und die Mischung zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig sollte ungefähr die Konsistenz von Rührteig haben, notfalls kann man noch etwas Milch zugeben.

Backen in einer Kastenform bei 180°C ungefähr 50 Minuten. Stäbchenprobe machen. Das Bananenbrot muss gut durchgebacken sein, sonst fällt es nach dem Herausnehmen zusammen. Im Zweifelsfalle Hitze reduzieren und Backzeit verlängern.

Guten Appetit!

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