Wie ich erfahren habe ist heute Tag der Schokolade. Passend dazu, der schon überfällige Bericht zur Ritter Sport BIO. Dank der lieben Leute bei trnd gehöre ich zu den Glücklichen, auf deren Figur ein massiver Angriff vermittels eines Testpaketes mit 30 (!) Tafeln oben genannter Schokolade verübt wurde.

Natürlich soll man die nicht alle allein essen, sondern ebenso Freunde, Bekannte und Kollegen beglücken. Was in diesem Falle mächtig Spass macht, weil über Schokolade freut sich irgendwie jeder.

Ich war ziemlich gespannt auf diesen Test, da ich ohnehin beim Einkaufen zu Bio- und Naturkost tendiere. Gerade als Allergiker ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man versucht seinem Körper nicht mehr potenziell schädliche Stoffe zuzuführen als unbedingt nötig.
Und da Schokolade ein Genußmittel ist, kann ich sie auch umso mehr genießen, wenn ich weiss, dass beispielsweise für den Kakao keine kleinen Kinder schuften bis zum Umfallen. Darum war ich auch auf die Bio-Schokolade von Ritter Sport neugierig, da ich schon Artikel im Spiegel und der Brigitte zu dem Thema gelesen hatte.

Ich muß gestehen, allzu hoch waren meine Erwartungen trotzdem nicht. Ich bin ein ausgesprochener Schokoladenfan und Ritter Sport war für mich immer irgendwo im Mittelfeld angesiedelt. Die Schokolade, die man dank praktischer Verpackung gut im Rucksack dabeihaben kann, solide, unaufregend, geschmacklich akzeptabel aber nicht umwerfend. Ganz sicher keiner meiner Favoriten, auch wenn ich einzelne Sorten gelegentlich ganz gern esse.

Deswegen war ich über den Geschmack der Ritter Sport BIO auch angenehm überrascht. Man merkt, dass sie hier eine andere Kakaosorte verwenden. Der Geschmack ist etwas herber, weniger süß, die Schokolade hat eine sehr angenehme Konsistenz, sowohl die Vollmilch als auch die feinherbe Sorte. Insgesamt fand ich sie wesentlich leckerer als die konventionelle Ritter Sport. Bei den “Testessern” aus dem Freundes- und Bekanntenkreis stiess die Schokolade auch auf uneingeschränkte Begeisterung, insbesondere die Sorten Macadamia und Trauben-Cashew waren sehr beliebt.

Preislich liegt die Ritter Sport BIO ungefähr gleichauf mit anderen Bio-Schokoladen. Die Tafel kostet zwar (zumindest bei uns) immer noch unter einem Euro, wiegt jedoch nur 65 Gramm. Das entspricht einem Preis von 1,50 EUR für 100 Gramm. In meinen Augen nicht unbedingt ein Nachteil. Schokolade ist ein Genußmittel, siehe oben, das darf für gute Qualität ruhig etwas mehr kosten. Man soll sich immerhin nicht ausschliesslich davon ernähren.

Den größten Vorteil sehe ich auch darin, dass hier endlich mal eine bekannte Marke mit einem Bio-Produkt vertreten ist. Meistens werden Bio-Produkte im Supermarkt ja in der hintersten Ecke versteckt, wo sie nur derjenige findet, der wirklich hartnäckig sucht.

Auch wenn das Paket irgendwann leergefuttert sein sollte, das war sicher nicht das letzte Mal, das es bei uns Ritter Sport BIO Schokolade gab.

Linus ist jetzt schon seit einem Monat bei uns. Zeit mal ein bisschen Bilanz zu ziehen.

Er hat sich mit den beiden anderen Katzen wirklich super angefreundet. Dadurch hat sich hier auch die ganze Situation enorm entspannt. Früher gab es jeden Tag Gekreische und Prügel zwischen unseren Katzen. Lotti verbrachte ihre Zeit fast nur im Versteck, wo sie ihre Ruhe vor Leon hatte. Heute ist es so harmonisch, das ist schon beinahe unheimlich!
Lotti lebt auf, spielt wieder viel mehr, kuschelt mit Linus und hat mittlerweile sogar Leon von seinem Stammplatz auf der Spitze des Kratzbaums vertrieben. Leon hat jetzt endlich jemanden mit dem er herumbalgen kann und wirkt viel ausgeglichener. Leider hat er mit Linus auch einen aufmerksamen Schüler, wenn es darum geht, irgendwelchen Blödsinn anzustellen. Aber hey, es sind halt Jungs…

Wir merken, dass drei Katzen doch erheblich mehr fressen. Was auch daran liegt, dass Linus ja momentan noch fünfmal am Tag Futter bekommt. Er ist auch so ein generöser kleiner Kater, dass er immer bereitwillig mit den anderen beiden teilt. Er weiss ja, dass genug da ist.

Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache und so hocke ich meistens wie Zerberus zwischen Linus und seinem Freßnapf und den beiden potentiellen Mitessern. Die ihrerseits versuchen möglichst unschuldig auszusehen und überlegen wie sie mich austricksen können. Leichter wird das Ganze auch nicht dadurch, dass Linus gerne mal einen kleinen Verdauungsspaziergang einlegt, bevor er an den Napf zurückkehrt oder dadurch, dass er generell die Aufmerksamkeitsspanne eines – naja, eines kleinen Kätzchens hat. Oh, ein Geräusch! Dem muss man auf den Grund gehen! Junior hüpft davon und ich rette mit einem Hechtsprung den Fressnapf vor dem Zugriff von Lotti und Leon. Das Spielchen machen wir dreimal am Tag.

Wenigstens hat der junge Herr sich abgewöhnt, erstmal am Fressnapf zu schnuppern, sein süßes Näschen zu rümpfen und besseres Futter zu verlangen. Das hat er zwischendurch mal getestet, aber wieder aufgegeben, nachdem er ständig konsequent dasselbe Futter vorgesetzt bekam. Das ist ernährungstechnisch wertvoll, verhält sich allerdings zu dem was er gern mag (Stückchen in Soße oder eher Soße mit gelegentlichen Stückchen) wie grünes Gemüse zu Hamburgern mit Fritten. Es ist gesund aber dröge.
Mittlerweile futtert er aber alles was in den Napf kommt, wobei er immer noch eine gewisse Leidenschaft für Trockenfutter hegt. Sobald irgendetwas krümeliges in einer Schale klimpert, kommt er in Lichtgeschwindigkeit in die Küche gerast, selbst wenn es sich um Cornflakes handeln sollte. Trockenfutter gibt es zwar nur als Leckerchen, aber immerhin..

Ausserdem kommt der Kleine so langsam in die Pubertät, habe ich den Eindruck. An manchen Tagen testet er aus, wie er uns – oder speziell mich – in den Wahnsinn treiben kann. Mülleimer ausräumen, an Kabeln rupfen, Tapete kratzen – er weiss sehr genau, welche Sachen verboten sind, macht sie aber trotzdem und zwar immer so, dass man es auch mitkriegt. Diese Flegelphase hatten wir aber bei Leon auch, das legt sich irgendwann zum Glück wieder. Bis dahin muss man halt mit allen Tricks arbeiten. Den Mülleimer immer katzensicher verschliessen und die Kabel mit geeigneten Mitteln uninteressant oder unzugänglich machen. Nur das mit der Tapete wird schwierig, da gibt es einfach zuviel davon.

Alles in allem haben wir jetzt von allem mehr. Mehr Trubel, mehr Kosten, mehr Kuscheln und mehr Katzenhaare! Wir sind froh, dass wir den kleinen Kerl zu uns geholt haben!

Neulich berichtete ich an dieser Stelle ja schon mal darüber, dass ich morgens in meinem Zimmer die Überreste einer furchtbar zugerichteten Spielzeugmaus gefunden hatte.

Vorhin konnte dann der Täter durch Zufall auf frischer Tat ertappt werden. Leider erst, nachdem eine weitere Spielzeugmaus daran glauben musste.

Beim Staub saugen fiel mir auf, dass Junior offensichtlich in irgendeiner Ritze noch eine Fellmaus gefunden hatte (übrigens ein seltsames Gefühl, um eine am Boden herumliegende Katze drumherum saugen zu müssen, aber das nur am Rande). Als ich nach dem Staub saugen zurück ins Zimmer kam, lag mein kleiner Kater immer noch an derselben Stelle – zwischen den Pfötchen feuchte, zerkaute Überreste, die große Ähnlichkeit mit dem Bild oben aufwiesen.

Wir müssen wohl den Tatsachen ins Auge sehen: unser süßes, kleines Katzenkind ist ein eiskalter Killer!

Der Gilly wirft mit Holz nach mir und landet einen kritischen Treffer!

Es geht darum 7 (in Worten sieben!) Dinge zu nennen, die die Leserschaft noch nicht von einem weiß und dieses Schnitzwerk an entsprechend 7 Personen weiterzureichen.

Das hat mir jetzt doch schon einiges Kopfzerbrechen bereitet. Hier also meine finstersten Geheimnisse. ;)

  1. Ich mag keinen Alkohol. Ich mache mir einfach nichts daraus.
    Abgesehen davon, dass mir alkoholische Getränke nicht schmecken, vertrage ich sie auch nicht sonderlich gut. Ich war in meinem Leben ungefähr dreimal betrunken. Da ich die Erfahrung nicht so toll fand, trinke ich einfach nichts alkoholisches.
  2. Daraus folgt, dass ich auch nicht besonders gerne auf Partys gehe. Zwischen lauter angeheiterten bis betrunkenen Leuten nüchtern zu sein, ist nicht sehr amüsant.
  3. Ausserdem wird da meistens geraucht und wenn ich Zigarettenrauch rieche wird mir übel. Richtig schlecht mit grün im Gesicht werden, das volle Programm.
  4. Damit jetzt nicht jeder denkt, ich wäre nur ein langweiliger Partymuffel, der ausschliesslich am Computer abhängt: ich war mal als Komparse beim Film. In Rush Hour 2.
  5. A propos Film: mein Freund nennt mich (unter anderem) Honeybunny. Genau, so wie in Pulp Fiction. Ich finde, man kann schlimmere Spitznamen haben.
  6. Ich war mal Tanzmariechen im rheinischen Karneval.
  7. Ich hatte früher schlimme Höhenangst und habe die dadurch bekämpft, dass ich in den Bergen klettern gegangen bin. Heute habe ich mit realen Höhen kein Problem mehr. Bei Abgründen in Computerspielen kriege ich aber regelmäßig zittrige Hände. Seltsam, ich weiss.

Jetzt schmeisse ich das Stöckchen weiter an mrs. steph, Ricarda, Katrin und Fabian, Tabea, Frank und Nine.

Erst sind sie noch ganz lieb:

Das wird dann aber schnell langweilig:

Die Ruine liess sich zum Glück wieder aufbauen. Sonst hätte ich irgendwann vom Möbelhaus mit dem Elch ein neues Katzenzelt holen müssen.

© 2012 Die Höhle der haarigen Biester Suffusion theme by Sayontan Sinha