Heute mal als unsortierter Quickie:

  • Jetzt bin ich also auch eine von diesen Nervensägen, die Youtube-Videos posten, bei denen die Deutschen nur die olle “Gema will nicht dass Du das guckst!” Meldung bekommen. Tja. Tut mir ja leid!
  • Der Moment, wenn Du unter der Dusche stehst und irgendwo im Haus jemand den Wasserhahn aufdreht. Priceless! Britische Installation ist gewöhnungsbedürftig. Insbesondere die Klospülungen wären einen eigenen Blogeintrag wert. Unsere braucht locker fünf Minuten bis sie wieder einsetzbar ist. Ein Quell steter Heiterkeit!
  • Wer hat eigentlich das Gerücht verbreitet, in England würde es dauernd regnen? Es gibt hier allerdings eine sehr hübsche Auswahl von Regenschirmen und Gummistiefeln.
  • Wenn man so als Deutscher zum ersten Mal in einen wohlsortierten englischen Supermarkt kommt (für den vollen Flash empfehle ich da Sainsbury’s oder Waitrose), muss man sich erstmal einen Moment in die Ecke stellen und weinen, wenn einem klar wird, was man da im guten alten Deutschland für einen Mist als Nahrungsmittel angedreht bekommt.
    Sorry, aber ist so. Ob das Fleisch, Gemüse oder Milchprodukte sind, mit der Auswahl und vor allem Qualität die es hier gibt, kommt in Deutschland kein Supermarkt mit. Das liegt daran, dass die englischen Verbraucher insgesamt kritischer sind und man hier sowieso der europäischen Union mit leichter Skepsis gegenübersteht. Lebensmittelampel? Gibt es hier. Und nee, das Essen ist nicht so viel teurer als in Deutschland.
  • Mein Englisch wird täglich besser; es war schon ziemlich gut, aber mittlerweile fallen mir auch eher selten gebrauchte Vokabeln wieder sofort ein und ich kann einfach so loslabern. Neulich fiel mir auf, ich träume gelegentlich auch auf Englisch. Mein Deutsch wird allerdings im selben Maße zunehmend seltsam. Aber ich hatte ja schon immer eine leicht verschrobene Art mich auszudrücken, das fällt also hoffentlich dann nicht ganz so auf.
  • Ein Nachteil vom besseren Englisch ist, dass man jetzt natürlich alle Songtexte und auch das dumme Gelaber vom Radiosprecher einfach so nebenher versteht, ohne extra genau hinhören zu müssen. Jetzt fällt erst auf, was die zum Teil für einen Käse von sich geben. Manche Musik mag ich jetzt etwas weniger.
  • Seit letzter Woche habe ich jetzt auch meine National Insurance Number und könnte dann auch theoretisch eine Arbeit aufnehmen. Dazu gibt es hoffentlich in Kürze mehr. Watch this space!
  • Ich steige jetzt auch immer spontan auf der richtigen Seite vom Auto ein, gucke auf der Straße zuerst nach rechts und dann nach links und der Impuls, an roten Fußgängerampeln stehenzubleiben, lässt auch immer mehr nach. Bald mache ich dann die Straßen mit Fahrzeugen unsicher – mit welchen, die ich selbst steuere.

Also, die Akklimatisierung Assimilierung ist in vollem Gange!

 

 

 

Zweite Woche Projekt 52 und ich bin auch fast pünktlich. Das Event bei dem das Foto entstand, war aber auch erst heute.

Das auf dem Bild ist meine Freundin Judith. Judith arbeitet bei Thames 21; das ist eine gemeinnützige Organisation, die mit Hilfe von Freiwilligen die Ufer der Wasserwege Londons vom Müll befreit. Man bekommt ein paar feste Gummistiefel, Handschuhe, eine quietschgelbe Warnweste, eine Mülltüte und einen “litter picker” also ein hochtechnisches Gerät zur Aufnahme von Müll, einer riesigen Pinzette nicht unähnlich. Dann marschiert man los und sammelt Müll ein. Und davon gibt es jede Menge – aber das ist dann das Thema der nächsten Woche!

So sieht das aus, wenn eine Gruppe Steampunks sich verabredet und einen Ausflug macht. In diesem Falle zur Watts Chapel / Watts Gallery ausserhalb von London. Da hatten wir einen tollen Tag, haben die Kapelle und die Galerie besichtigt und uns im Tearoom beköstigen lassen. Hat Spass gemacht!

 

Dieses Jahr mache ich wieder beim Projekt 52 mit. Mal sehen wie weit ich komme. Neu ist, dass dieses Jahr die Themen eines ganzen Monats am Anfang veröffentlicht werden und man seine Bilder dann in beliebiger Reihenfolge am Mittwoch veröffentlichen kann.

Das erste Bild ist genau genommen gar nicht von mir… ich kann ja nicht gleichzeitig vor und hinter der Kamera sein! Aber wir haben das am Sonntag im Kew Bridge Steam Museum geknipst und von irgendwem kam die Bemerkung “Zirkusdirektorin!” – also dachte ich, passt doch!

Also ohne weiteres Gedöns:

Was man hier so vom Frühstückstisch aus beobachten kann…

Was die Vögel dazu sagen, dass das Eichhörnchen ihnen das Futter wegfrisst, ist nicht überliefert. Das kleine flauschige Tier macht sich nicht nur Freunde, es gräbt nämlich auch Blumenzwiebeln aus…

 

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