weihnachtskekseEin weiteres meiner Lieblingsrezepte. Diese Plätzchen sind allerdings so fragil, dass man sie ganz vorsichtig behandeln muss. Vom Backblech auf den bunten Teller; aber keinesfalls in eine Dose verfrachten und zwei Stunden Auto fahren um die Tante zu besuchen. Sonst kommen da nur noch Brösel an.

Sie schmecken allerdings auch so gut, dass man sowieso nur dann teilt, wenn es unbedingt nötig ist.

Klöppelspitzen

  • 50 g weiche Butter
  • 50 g brauner Zucker
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 1 Päckchen Orange-back
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 50 g gehackte Mandeln

Alle Zutaten verrühren. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Der Teig läuft völlig auseinander, also einen großen Abstand zwischen den Teighäufchen einhalten.

Bei 180°C (E) 8-10 Minuten backen. Ab dem zweiten Blech nur noch 8 Minuten. Gegen Ende der Backzeit genau beobachten, bei diesen Keksen ist das Zeitfenster zwischen fertig und verkokelt auch wieder sehr klein.

Auf dem Backpapier auskühlen lassen und ganz vorsichtig auf den bunten Teller bugsieren. Wenn man sie aufheben möchte, dann in einer Dose mit Lagen Papier dazwischen. Alles was unterwegs zerbröselt darf traditionell der Bäcker vernaschen.

weihnachtskekseUnd weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei.

Das hier ist ein Rezept, das seit vielen Jahren immer dabei sein muss, seit ich es zum ersten Mal bei der Mutter eines damaligen Freundes probiert habe. Für Marzipanfans sind diese Dinger einfach unwiderstehlich!

Bethmännchenbethmaennchen

  • 1 Ei
  • 200g Marzipan-Rohmasse
  • 50 g Puderzucker
  • 1 TL Mehl
  • 50 g ganze Mandelkerne

Mandelkerne mit kochendem Wasser überbrühen. 1-2 Minuten warten, dann abgießen und von den Mandelkernen die Haut abziehen.

Das Ei trennen. Eiweiß mit Marzipan, Puderzucker und Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Aus dem Teig walnußgroße Kugeln formen und eine Stunde kühl stellen. Anschließend die Teigkugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Jeweils 3 Mandelkerne fest an die Seiten drücken. Das Eigelb mit 1 EL Wasser verquirlen und oben auf die Kugeln jeweils einen Klecks Eigelb streichen.

Die Bethmännchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd 150°C, Umluft 125°C) für 20 Minuten backen.

weihnachtskekseBevor Weihnachten uns noch alle überrascht (kommt ja immer so plötzlich), hier die zweite Folge der Plätzchenrezepte.

Besonders gut lässt sich das Backen kombinieren mit den Vanillekipferln, die ich vor ein paar Tagen vorgestellt hatte. Dort werden drei Eigelb gebraucht, hier lassen sich dann die dazugehörigen Eiweiße verarbeiten.

Zimtsternezimtsterne

  • 3 Eiweiss
  • 300 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Zimt
  • 350 g gemahlene Mandeln

Eiweiß steif schlagen, dabei den Puderzucker langsam in den Eischnee einrieseln lassen. Von dieser Masse ca. eine Tasse voll als Zuckerguss beiseite stellen. Unter die übrige Masse den Zimt und Vanillezucker unterheben. Zum Schluss die gemahlenen Mandeln unterrühren.

Den Teig ungefähr 1 cm dick ausrollen (ja, er klebt fürchterlich!) und Sterne ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit dem Zuckerguss bestreichen. Mindestens drei Stunden trocknen lassen, besser noch über Nacht.

Backen bei 170°C für ca. 15 Minuten. Fertige Zimtsterne sind aussen knusprig aber innen im Kern noch ein bisschen weich.

Guten Appetit!

weihnachtskekseIch muss gestehen, ich hab’s nicht so mit der Vorweihnachtszeit. Weihnachtsschmuck in der Wohnung, Adventskranz, Christsterne und dergleichen sind dank Katzen einfach nicht drin. Weihnachtsbaum leider auch nicht. Stollen schmeckt mir nicht, Glühwein desgleichen. Bleibt nicht mehr viel übrig.

Was allerdings jedes Jahr sein muss, sind selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Was bei drei Katzen übrigens auch eine Herausforderung darstellt, aber das nur am Rande. Jedenfalls werde ich in den nächsten Wochen in lockerer Folge mal ein paar meiner mehrfach erprobten Lieblingsbackrezepte hier veröffentlichen. Den Anfang macht mein absoluter Favorit:

Vanillekipferlvanillekipferl

  • 300g Mehl
  • Mark einer Vanilleschote
  • 100g Zucker
  • 3 Päckchen Vanillezucker, vorzugsweise mit echter Vanille und nicht mit Aroma
  • 3 Eigelb (das Eiweiß kann man für Zimtsterne verwenden, die kommen später)
  • 250g Butter
  • 250g gemahlene Mandeln
  • 100g Puderzucker

Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen (die restliche Schote kann man übrigens wunderbar in Zucker legen um diesem ein leichtes Vanillearoma zu geben).
Mehl, Vanillemark, Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und Eigelb verrühren. Butter und Mandeln mischen. Dann beide Massen zu einem Teig verarbeiten und eine Stunde lang kalt stellen. Anschliessend zu einer Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen und nochmal ein bisschen kalt stellen. Von der Rolle gleich dicke Scheiben abschneiden und zu Kipferln formen. Ja, der Teig muss so bröckelig sein, das ist kein Fehler. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Bei 180°C etwa 10 min backen. Achtung, man muss wirklich aufpassen, eine Minute sind die Kipferl noch lecker, in der nächsten verkokelt. Als Richtlinie: wenn die Oberfläche nicht mehr fettig glänzt dauert es noch 2-3 Minuten. Sie müssen noch ein bisschen weich sein, wenn man vorsichtig draufdrückt. Bis sie ausgekühlt sind, bitte behandeln wie rohe Eier, die Kipferl zerbröseln in diesem Zustand leicht.

Wenn sie nicht mehr ganz so fragil sind, den Puderzucker mit den verbleibenden beiden Päckchen Vanillezucker mischen und die Kipferl vorsichtig darin wälzen. In einer Blechdose aufbewahren; sie sind jetzt schon lecker, erreichen ihren vollen Geschmack aber erst nach ein paar Tagen.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Ich mag Aufläufe! Man kann sie vorbereiten, sie schmecken gut, machen satt und man kann sich um den Besuch kümmern statt ewig in der Küche zu stehen. Dieses Rezept habe ich neulich bei huettenhilfe.de entdeckt, nachgekocht und es wurde von allen Anwesenden für mordsmäßig lecker befunden. Das Original stammt aus dem Kochbuch Koch und Klink, Echte Küchenkerle.

Zutaten (für 4 Personen):hackfleischauflauf

  • 800 g Kartoffeln
  • 4 Schalotten
  • Öl
  • 400 g Rinderhack
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butter
  • 250 g Tomaten
  • 80 g Creme fraiche
  • 300 g Möhren
  • 400 ml Gemüsebrühe


Die Kartoffeln werden in der Schale gegart, dann gepellt und in dünne Scheiben geschnitten. Die Schalotten werden geschält und fein gehackt. Dann in einer Pfanne das Öl heiß werden lassen und die Hälfte der Schalotten andünsten. Anschließend das Hackfleisch zugeben und anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Eine große Auflaufform buttern und abwechselnd Kartoffeln und Hackfleisch einschichten. Die oberste Schicht sollten Kartoffeln sein.

Tomaten häuten, in Würfel oder Spalten schneiden, mit Creme fraiche vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich habe Tomaten-Würzsalz verwendet; nächstes Mal probiere ich zusätzlich noch ein paar Kräuter aus. Über der Kartoffel-Hackfleischmischung verteilen. Den Auflauf in den Backofen geben und bei 180°C für 30 min backen.

Währendessen die Möhrensauce zubereiten:

Möhren putzen und in Scheibchen schneiden. Mit den restlichen Schalotten in heißem Öl andünsten und dann die Gemüsebrühe aufgießen. Garen bis sie weich sind, dann mitsamt der Brühe fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ich habe auch noch etwas Muskatnuss genommen. Man kann die Soße noch ein bisschen einkochen lassen. Zusammen mit dem fertigen Auflauf servieren.

Guten Appetit!

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