Category “Kochen und Essen”

Kochen wie im Kino

Donnerstag, 15 Juli, 2010

Wenn sich zwei Lieblingsthemen von mir verbinden, muss ich doch direkt mitmachen. Diesen Monat beim Blog-Event von 1x umrühren bitte:

Blog-Event LVIII - Kulinarisches aus Literatur und Film (Einsendeschluss 15. Juli 2010)

Mein Beitrag kommt auf allerletzten Drücker, weil ich wirklich eine Weile überlegen musste. Spaghetti mit Wurst und Fleischklößchen, wie in Der Pate? Apfelstrudel à la Inglorious Basterds? Oder doch lieber deutsch-gutbürgerlich die Putenbrust mit Püree aus Ödipussi?

Ein ganz heisser Favorit von mir war auch der Lederstiefel mit heisser Schneewassersoße aus Goldrausch.

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Letztlich war die Entscheidung dann aber ganz einfach. Ich meine… Schokolade und Johnny Depp – was gibt es da noch lange zu überlegen? ;)
Das Rezept habe ich direkt von der DVD abgeschrieben; man kann es auch kalt genießen, was bei den momentanen Temperaturen doch ein Vorteil ist. Ansonsten, der nächste Winter kommt bestimmt.

Hier jedenfalls aus Chocolat das Rezept für

Guatemaltekischer Liebeszaubertrank

  • 100 Gramm Bitterschokolade
  • 1/2 Liter Milch
  • 2 Vanilleschoten
  • 2 EL Honig
  • 50 Gramm Rohrzucker
  • 10 Gramm Cayennepfeffer
  • 2 Gramm Salz
  • 5 dl Rum

Milch mit Vanilleschoten für 10 Minuten wärmen, Vanilleschoten abnehmen, auspressen und abreiben.

Zwei Löffel Bitterschokolade hinzufügen und mit 1/4 Liter lauwarmen Wasser verdünnen.

Warme Milch unterrühren, danach zwei Löffel Honig und zwei Löffel Rohrzucker, 10 g Cayennepfeffer oder Tabasco, eine Prise Salz, ein Gläschen Rum oder Tequila.

Die Schokolade sehr kalt oder kochend servieren.

Strawberry Cupcakes

Samstag, 26 Juni, 2010

Vorige Woche erwähnte ich beim Besuch der Schwiegereltern unvorsichtigerweise, dass wir ausgesprochen gerne Erdbeeren mögen. Mit der – eigentlich absehbaren – Folge, dass wir binnen weniger Tage quasi in Erdbeeren schwammen.

Nachdem wir eine ganze Menge davon so verdrückt hatten und ich auch schon einen erheblichen Teil zu Erdbeermarmelade weiterverarbeitet hatte (die übrigens ganz köstlich ist, aber das nur am Rande), sahen die verbliebenen Erdbeeren langsam schon nicht mehr ganz so ansehnlich aus. Kurzerhand habe ich den Rest mit dem Stabmixer püriert. Das Erdbeerpüree kann man wunderbar zum Beispiel als Soße zu Eis verwenden oder auch ganz schlicht in Naturjoghurt einrühren.

Oder man kann es zum Backen nehmen. Der Mann ist momentan total verrotzt und krank; da er überzeugt von der heilenden Wirkung von Muffins ist, habe ich heute dieses Rezept für Erdbeer-Cupcakes ausprobiert und dabei gleich noch den Rest von dem Erdbeerpüree verwenden können.

Mit ein paar kleinen Änderungen natürlich. Schöne Erdbeeren zur Dekoration hatten wir nicht mehr, dafür habe ich dann die Zuckerherzen genommen. Die für das Topping angegebene Menge erschien mir bezüglich der Zuckermenge ein bisschen sehr heftig, da habe ich “nur” 150 Gramm Puderzucker verwendet, dafür ein bisschen mehr Frischkäse.

Das Topping ist immer noch fies süß, aber zusammen mit den fluffigen Cupcakes sehr lecker und sehr erdbeerig. Über die Kalorien darf man natürlich nicht nachdenken. ;)

Guten Appetit!

Om nom nom nom: Carrot Cupcakes

Dienstag, 15 Juni, 2010

Den Ausdruck “ich koche vor Wut” kann man bei mir durchaus wörtlich nehmen. Wenn ich aus irgend einem Grunde mit der Gesamtsituation unzufrieden bin, zieht es mich in die Küche. Eine Ansammlung von Zutaten in ein leckeres Gericht zu verwandeln, hat durchaus therapeutische Wirkung, jedenfalls auf mich.

Gestern war jedenfalls der richtige Tag, um mal etwas neues auszuprobieren. Seit ich vor einiger Zeit beim örtlichen Sandwichdealer einen Mini-Karottenkuchen mit cremigen Topping probiert hatte, war ich auf der Suche nach dem tollen Rezept um das nachzumachen. So wirklich optimal gefiel mir aber keines, so dass ich mir letztlich mein eigenes Rezept aus verschiedenen anderen zusammengebastelt habe. Mit dem Ergebnis bin nicht nur ich zufrieden.

Carrot Cupcakes mit Creamcheese Frosting

Teig:

  • 130 g Butter
  • 200g braunen Rohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (mit richtiger Vanille, nix Aroma)
  • 3 Eier
  • 300g fein geraspelte Möhren
  • 150g Mehl (ich habe Dinkelmehl verwendet)
  • 75g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 150g gehackte Mandeln (man kann auch Haselnüsse, Cashewkerne oder andere Nüsse nehmen, ganz nach Geschmack, ich nehme Mandeln, damit auch die Allergiker mitessen können)

Topping:

  • 200g Frischkäse (vorzugsweise einer, dessen Zutatenliste aus maximal drei Komponenten besteht*)
  • 50g Butter
  • 80g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • Dekoration nach Wunsch, ich habe kleine Marzipanmöhren genommen.

Die Zutaten sollten (wie eigentlich immer beim Backen) Zimmertemperatur haben. Butter schaumig rühren, Zucker zugeben und nach einiger Zeit die Eier. Solange rühren, bis sich alles einigermaßen homogen verbunden hat. Dann die Möhren unterrühren. In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten vermischen. Schliesslich beides zu einem glatten Teig verrühren.

Teig in Muffinförmchen füllen (ca. 3/4 gefüllt) und im auf 175°C vorgeheizten Ofen für ungefähr eine halbe Stunde backen. Bei mir hat der Teig für 15 Muffinformen gereicht. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Währendessen das Topping zubereiten: mit dem Mixer Butter mit Frischkäse schaumig rühren, nach und nach Puderzucker und Vanillemark zugeben. 2-3 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen.

Die Creme auf die abgekühlten (!) Muffins mit einer Spritztülle aufbringen oder einfach daraufstreichen. Verzieren nach Wunsch; ich fand die kleinen Marzipanmöhren ausgesprochen schick dazu. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufheben. Am besten schmecken sie übrigens, wenn sie einige Stunden durchgezogen sind.

Fazit: bösartig lecker! :)

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* Beliebt ist in Rezepten ja immer der Frischkäse mit dem großen P; seit sie die Rezeptur geändert haben, kommt der bei mir aber nicht mehr auf den Tisch. Frischkäse besteht aus Frischkäse und Salz, eventuell ist auch noch Lab mit bei den Zutaten aufgeführt. Frischkäse, in dem unnötigerweise irgendwelche Verdickungsmittel, Emulgatoren oder dergleichen eingesetzt wird, muss ich mir und meiner Gesundheit nicht antun. Eine gute Alternative gibt es beispielsweise bei Aldi Nord oder von Buko.

Getränk für heisse Tage: Ayran

Donnerstag, 10 Juni, 2010

Hier sind über 30°C und das ist selbst zum Bloggen zu warm. Deswegen ein ganz kurzes easy-peasy Rezept für ein erfrischendes Getränk auf Joghurtbasis. Ayran kommt aus der Türkei; ähnliche Getränke sind allerdings unter verschiedenen Namen bis nach Indien verbreitet.

Die Zubereitung dauert ca. eine Minute:

500g gekühlten guten Joghurt (z.B. türkischen Sahnejoghurt) mit maximal derselben Menge eiskaltem Leitungswasser oder stillem Mineralwasser glatt rühren – je nach gewünschter Konsistenz und Geschmack. Lieber erst ein bisschen weniger nehmen und probieren, Wasser dazukippen kann man immer noch. Selbiges gilt für das Salz, mit dem das Ganze dann gewürzt wird, bis zum bevorzugten Geschmack.

Fertig. Das war’s schon.
Ayran schmeckt am besten gut gekühlt und ist bei so einem Wetter wie heute total erfrischend.

Wer es ganz schick haben möchte, kann auch noch diverse Experimente z.B. mit geraffelter Gurke, Kreuzkümmel oder gehackter Minze veranstalten. Wer es lieber süß mag, kann ja mal eine pürierte Mango untermischen und statt Salz Zucker verwenden, dann hat man Mango-Lassi. ;)

Schlucken oder Spucken?

Mittwoch, 9 Juni, 2010

Von Zeit zu Zeit stolpert man im Internet über irgend etwas, das so kurios ist, dass man zunächst an einen Scherz denkt. Das kann doch nicht ernst gemeint sein – oder?

Manche Sachen sind es aber. Merkwürdig. Und ernst gemeint. Wie dieses Buch beispielsweise. Ich koche ja wirklich gerne und ich bin immer bereit, neue Sachen auszuprobieren – aber bei Körperflüssigkeiten aller Art ziehe ich dann doch die Grenze!

Heute gefunden bei Blag Hag, wo sich Jen ebenfalls über den seltsamen Geschmack mancher Leute wundert.

Dazu in den Worten der Autorin:

Semen is not only nutritious, but it also has a wonderful texture and amazing cooking properties. Like fine wine and cheeses, the taste of semen is complex and dynamic. Semen is inexpensive to produce and is commonly available in many, if not most, homes and restaurants. Despite all of these positive qualities, semen remains neglected as a food. This book hopes to change that. Once you overcome any initial hesitation, you will be surprised to learn how wonderful semen is in the kitchen. Semen is an exciting ingredient that can give every dish you make an interesting twist. If you are a passionate cook and are not afraid to experiment with new ingredients – you will love this cook book!
(Fotie Photenhauer)

“Inexpensive to produce” – ah ja!

Ich entschuldige mich, falls euch nach diesem Artikel jetzt ein bisschen übel ist – mir ist es auch.

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