Es geht momentan wieder ein neues Phänomen in der Blogosphäre herum: flattr. Für diejenigen die es noch nicht kennen, es handelt sich um einen Micropaymentdienst, mit dem man unkompliziert Webseiten eine kleine Spende zukommen lassen kann.
In der Praxis sieht das so aus: man eröffnet einen Account, zahlt darauf eine bestimmte Summe Geld ein (Minimum sind 2,- Euro pro Monat) und dieses Geld kann man nun bei anderen Webseiten, die ebenfalls bei flattr registriert sind einfach mit einem Klick auf den Button verteilen. Das Ganze funktioniert durch einfaches Teilen: klicke ich im Monat auf zwei Buttons, bekommt jeder der beiden Betreiber 50% meiner monatlichen Summe, klicke ich auf zehn Buttons wird logischerweise durch zehn geteilt – und so weiter. Hier die Erklärung als Video:
Das ist im Grunde eine feine Sache.
Ich werde mich trotzdem bis auf weiteres nicht an diesem Dienst beteiligen. Aus ganz einfachen Gründen. Von der eingesetzten Summe behält flattr 10% für sich – was völlig in Ordnung ist, denn für den Dienst entstehen ja auch Kosten. Allerdings läuft der Zahlungsverkehr zur Zeit noch über Micropaymentdienste wie PayPal – und diese bekommen ebenfalls von jeder Transaktion einen bestimmten Prozentsatz, der gar nicht mal so niedrig ist. PayPal nimmt 7% wenn ich richtig informiert bin.
Ich habe keinerlei Probleme damit, für den flattr-Dienst selbst zu zahlen. Aber ich sehe nicht ein, Firmen wie PayPal mit zu finanzieren. Ich habe dort bislang keinen Account und werde daran auch in Zukunft nichts ändern.
Ein weiterer Grund sollte auch nicht ausser Acht gelassen werden: wieso sollte ich denn Geld für diesen Blog haben wollen? Naja, ok, zur Kostendeckung, aber die fünf Euro im Monat kann ich mir hoffentlich auch so noch leisten.
Im Video ist auch von Anerkennung (oder sogar Liebe) die Rede – aber ganz ehrlich, da reichen mir eure Kommentare vollkommen aus, um zu wissen, dass ihr mich alle lieb habt.
Ich werde das Ganze trotzdem im Auge behalten und wenn flattr eines Tages mal andere Zahlungsmöglichkeiten anbietet, ist es vielleicht auch für mich interessant, um die Liebe in klingender Münze unters Bloggervolk zu bringen.






