Stöckchen: Lese-Persönlichkeiten

Februar 17th, 2010 Andrea Posted in Bücher 1 Comment »

Dieses Stöckchen habe ich gerade bei Nine gefunden. 30 Behauptungen über Leser – und wie ich darüber denke.

  1. Leser sind Katzenliebhaber.
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Katzen sind Leserliebhaber. Wenn ich lesend auf dem Sofa sitze, dauert es keine fünf Minuten und es liegen mindestens zwei Katzen auf mir drauf.
  2. Leser sind sonnenscheu.
    Äh.. nö?
  3. Leser sind Bauchmenschen.
    Also das ist wirklich wahr.
  4. Leser sind romantisch.
    Wenn das an meinen bevorzugten Buchgenres gemessen wird, muss ich ganz klar verneinen.
  5. Leser sind solange kinderlieb, bis das Lieblingsbuch mit Buntstiften verschönert ist.
    Ich denke doch, dass ich zwischen einem kleinen Menschen und einem Haufen bedrucktem Papier die richtigen Prioritäten setzen würde.
  6. Leser sind Sammler, nicht nur von Büchern.
    …sondern auch von Spielen und DVD’s.
  7. Leser lieben Kuchen und Kaffeeklatsch.
    Mindestens genauso wie Steuererklärungen.
  8. Leser haben beruflich mit Menschen zu tun.
    Das trifft auf die meisten Berufe zu, oder? Ausser vielleicht Leuchtturmwärter. Oder Arktisforscher.
  9. Leser essen Bio.
    Nicht immer, aber immer öfter.
  10. Leser schreiben selber oder haben es als Kind gemacht.
    Schreiben macht Spass.
  11. Leser waren als Kind Einzelgänger und Stubenhocker.
    Weder noch.
  12. Leser haben gute Freunde, aber davon nicht viele.
    Stimmt.
  13. Leser spielen gerne.
    Oft, viel und regelmäßig.
  14. Leser sind hilfsbereit und gut.
    Auf jeden Fall. Allerdings lügen sie gelegentlich.
  15. Leser träumen gerne (auch Tageträume).
    Wer tut das nicht?
  16. Leser fahren kleine Autos.
    Und ich dachte immer, es käme nicht auf die Größe an.
  17. Leser lasen im Kindesalter gern unter der Bettdecke.
    Paarmal probiert, nicht verstanden was daran so toll sein soll und wieder aufgegeben.
  18. Leser bevorzugen lieber Bücher als Filme usw im TV.
    Ich mag Bücher und Filme (sofern sie gut sind), aber TV mag ich nicht.
  19. Leser haben immer ein Buch dabei, wenn sie länger unterwegs sind.
    So kann man wenigstens Zeit die man in Wartezimmern oder öffentlichen Verkehrsmitteln verschwendet, sinnvoll nutzen.
  20. Leser lesen auch anderes neben Büchern gerne.
    Gebrauchsanweisungen, Einkaufslisten, Versandhauskataloge…
  21. Leser haben mit den Augen Probleme.
    Kein bißchen, ich habe immer noch Augen wie ein Adler. Oder war’s Eule?
  22. Leser können sich Stundenlang in einem Buchladen aufhalten.
    Und schliesslich an der Kasse viel zu viel Geld ausgeben.
  23. Leser haben mindestens 2 signierte Bücher im Regal stehen.
    Drei sogar.
  24. Leser haben bestimmt schon mal für einen Romanhelden geschwärmt.
    Ich habe jetzt geschlagene fünf Minuten mein Bücherregal durchgesehen. Nein. Nicht wirklich.
  25. Leser haben schon mal Orte in den Bücher bereist.
    Ich sage nur, Baker Street 221B.
  26. Leser haben ihre Stammautoren und wechseln nur selten.
    Warum wechseln? Man nimmt einfach neue dazu.
  27. Leser besuchen gerne Veranstaltungen rund um Bücher (ZB: Messen, Lesungen, Signierstunden).
    Nicht grundsätzlich, aber für ein paar Autoren würde ich auch längere Fahrten in Kauf nehmen.
  28. Leser verleihen nur ungern ihre liebgewonnenen Bücher.
    Stimmt. Man weiß nie ob und in welchem Zustand man sie wiederbekommt.
  29. Leser sind Nachtmenschen.
    Ich auf jeden Fall. Eule, siehe oben.
  30. Leser würden sich nie von liebgewonnenen Büchern trennen.
    Im Falle eines Umzuges auf einen anderen Kontinent würde ich eine Ausnahme machen, aber ansonsten stimme ich zu.

Wer das Stöckchen mag, darf es sich gerne mitnehmen!

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Bücherstöckchen

Februar 10th, 2010 Andrea Posted in Bücher 1 Comment »

Wieder mal ein Stöckchen über Bücher; dieses hier habe ich bei Missi gefunden und flink entwendet.

Was liest Du gerade?
Gerade fertig geworden mit Dragon Age – The Calling. Was als nächstes kommt, weiss ich noch nicht.

Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?
Das ist eine ganze Buchreihe und zwar die bislang erschienenen vier Bände von A Song of Ice and Fire. Epische Fantasygeschichte! Ich hoffe nur, dass sich der Autor, George R.R. Martin, nicht in seiner etwas ausufernden Geschichte so verheddert hat, dass die restlichen Bände nicht mehr fertiggestellt werden.

Sammelst Du irgendetwas?
Wenn sich diese Frage auf Bücher bezieht: die Scherbenweltromane von Terry Pratchett, die Sano-Ichiro-Krimis von Laura Joh Rowland, die Marcus-Didius-Falco Reihe von Lindsey Davis. So im wesentlichen.

Schreibst Du Widmungen in Bücher?
Nur wenn ich sie geschrieben hätte. Die Bücher meine ich.

Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?
Nein, den kann ich mir auch so merken.

Welches Buch hast Du doppelt?
Gar keines.

Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?
Das käme auf das Buch an, aber ein Schauspieler wie z.B. Ian McKellen wäre eine gute Wahl denke ich.

Sitzt Du im Kino lieber am Gang oder in der Mitte?
Ich weiss zwar nicht was das Kino hier verloren hat, aber Mitte.

Welche ist Deine liebste Romanfigur?
Ganz klar, der Tod aus Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen. Schon allein deshalb WEIL ER NUR IN GROSSBUCHSTABEN SPRICHT. Ich freue mich immer, wenn Tod irgendwo in den Büchern auftritt und sei es auch nur kurz.

Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
Grob nach Themen und nach Autoren.

Lesen: vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen?
Beides.

Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
Ich habe keine Feinde und wenn würde ich ihnen keine Bücher schenken.

Hardcover oder Paperback?
Normalerweise Paperback. Günstiger, es passen mehr ins Regal und man kann sie leichter mit sich herumschleppen.

Zeitung aus Papier oder im Netz?
Internet 4tw!

Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
Das erste Mal fand sehr früh statt, ich würde schätzen es war damals Die kleine Hexe von Otfried Preusler.

Deine liebste Literaturverfilmung?
Die Lord of the Rings Filme waren nicht perfekt, aber sehr gelungen.

Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
Stern online, SPON, alles worauf mein Feedreader und Twitter an interessanten Artikeln hinweisen.

Bevorzugte Urlaubslektüre?
Dieselbe wie sonst auch. Querbeet.

Liebstes Kinderbuch?
Pippi Langstrumpf

Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
So ein Buch gibt es zum Glück nicht, sonst wären wir ja alle irgendwo gleich.

Wer das Stöckchen mag, darf es sich gerne mitnehmen!

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Stöckchen: Bücher Top 100

Februar 3rd, 2010 Andrea Posted in Bücher 3 Comments »

Dieses Stöckchen habe ich nun auf verschiedenen Blogs gesehen und als selbst ernannte Leseratte konnte ich natürlich nicht daran vorbei. Wie ein bisschen Recherche ergeben hat, beruht diese “Top 100″ Liste auf einer Umfrage des ZDF aus dem Jahre 2004 und es handelt sich um die damals beliebtesten Bücher der Deutschen. Schon ganz interessant zu sehen, welche Bücher zu dieser Zeit in so einer Liste auftauchen, heutzutage sähe das anders aus. Mehr Vampirbücher vermutlich.
Diejenigen, die ich gelesen habe, sind fett markiert.

  1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
  2. Die Bibel
  3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
  4. Das Parfum, Patrick Süskind
  5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
  6. Buddenbrooks, Thomas Mann
  7. Der Medicus, Noah Gordon
  8. Der Alchimist, Paulo Coelho
  9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
  10. Die Päpstin, Donna W. Cross
  11. Tintenherz, Cornelia Funke
  12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
  13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
  14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
  15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
  16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
  17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
  18. Der Name der Rose, Umberto Eco
  19. Illuminati, Dan Brown
  20. Effi Briest, Theodor Fontane
  21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
  22. Der Zauberberg, Thomas Mann
  23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
  24. Siddharta, Hermann Hesse
  25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
  26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
  27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
  28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
  29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
  30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
  31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
  32. Die Glut, Sándor Márai
  33. Homo faber, Max Frisch
  34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
  35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
  36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
  37. Owen Meany, John Irving
  38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
  39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
  40. Die Wand, Marlen Haushofer
  41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
  42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
  43. Der Stechlin, Theodor Fontane
  44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
  45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
  46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
  47. Der Laden, Erwin Strittmatter
  48. Die Blechtrommel, Günter Grass
  49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
  50. Der Schwarm, Frank Schätzing
  51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
  52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
  53. Momo, Michael Ende
  54. Jahrestage, Uwe Johnson
  55. Traumfänger, Marlo Morgan
  56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
  57. Sakrileg, Dan Brown
  58. Krabat, Otfried Preußler
  59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
  60. Wüstenblume, Waris Dirie
  61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
  62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
  63. Mittsommermord, Henning Mankell
  64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
  65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
  66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
  67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
  68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
  69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
  70. Tagebuch, Anne Frank
  71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
  72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
  73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
  74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
  75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
  76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
  77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
  78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
  79. Winnetou, Karl May
  80. Désirée, Annemarie Selinko
  81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
  82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
  83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
  84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
  85. 1984, George Orwell
  86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
  87. Paula, Isabel Allende
  88. Solange du da bist, Marc Levy
  89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
  90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
  91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
  92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
  93. Schachnovelle, Stefan Zweig
  94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
  95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
  96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
  97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
  98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
  99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
  100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

54 von 100 ist ganz akzeptabel. Ich war erstaunt, wie viele Bücher davon ich allein während der Schulzeit gelesen habe – und nur ein Bruchteil davon war tatsächlich Unterrichtsstoff… ;)

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BookBox: Bücher auf Reisen!

Januar 18th, 2010 Andrea Posted in Blog, Bücher 9 Comments »

Auf Lilos Blog Roter Rabe entdeckte ich vor einiger Zeit diese Aktion, an der ich mich als echte Leseratte natürlich beteiligen musste. Die Idee ist ebenso einfach wie genial: es geht eine Kiste mit Büchern auf Reisen. Wer sich beteiligen möchte, meldet sich bei Lilo im Blog an. Wenn man die Kiste erhält, kann man sich Bücher, die einem gefallen herausnehmen. Man legt dieselbe Anzahl Bücher aus eigenen Beständen wieder in die Kiste und weiter geht die Reise zum nächsten Teilnehmer.

Die genauen Regeln lassen sich auch hier auf Lilos Blog nachlesen.

Heute kam die Kiste bei uns an und wurde erstmal vom Wareneingang auf äußere Unversehrtheit überprüft.

Beim Auspacken wollten sie auch gerne behilflich sein; da ich allerdings weiß, wie sich solche Hilfe üblicherweise auf Kartons und Bücher auswirkt, habe ich dankend abgelehnt.

Bei einer ganzen Kiste voller Bücher fällt die Wahl natürlich schwer, aber schliesslich habe ich mir vier Bücher ausgesucht, die auf meinen Stapel ungelesener Bücher wandern.

Dafür dürfen die folgenden Bücher in die Kiste.

Der komplette Inhalt der Bücherkiste ist nun also wie folgt:

  1. Denn keiner ist ohne Schuld (Elisabeth George)
  2. Studio 6 (Liza Marklund)
  3. Der Inquisitor (Wolfgang Hohlbein)
  4. Warte, bald ruhest auch du (Ann Granger)
  5. Verworrene Verhältnisse/Ich will Ihren Mann (Joy Fielding)
  6. Die Sibylle (Augustina Bessa-Luis)
  7. Frauen lügen besser (Annemarie Schoenle)
  8. Der Rosmarinbaum (Elisabeth Goudge)
  9. Trostpflaster (Anne Hertz)
  10. Die Bertinis (Ralph Giordano)
  11. Das Geisterhaus (Isabel Allende)
  12. Wer aber vergißt, was geschah (Gemma O’Connor)
  13. Rattenkönig (James Clavell)

Morgen macht sich dann die Kiste wieder auf die Reise zum nächsten Teilnehmer.

Danke Lilo, für die tolle Aktion und jede Menge Lesefutter! :)

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Jugendliebe

Oktober 29th, 2009 Andrea Posted in Bücher, Filme, dieses und jenes 5 Comments »

HatariAls ich mich das erste Mal verliebt habe, war ich ungefähr fünf Jahre alt.

Ich saß zuhause vor dem Fernseher und schaute einen Film.Darin ging es um eine Gruppe von Tierfängern in Afrika. Der Film hiess Hatari! und hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber das hätte mich ohnehin nicht interessiert. Immerhin kamen Tiere darin vor, die ich nur aus dem Zoo kannte – Nashörner, Giraffen, Elefanten, Affen. Und da waren diese wagemutigen Männer – und Frauen – die diese Tiere einfingen um sie an Tierparks in der ganzen Welt zu verkaufen.

Einer von diesen Männern fiel mir ganz besonders auf. Ich himmelte ihn in jeder Szene an; und bis zum Ende des Films hatte ich beschlossen: den will ich mal heiraten!

Ich nahm an, das sollte machbar sein, immerhin war er ja, was Frauen betrifft, im Film leer ausgegangen. Ich musste nur noch etwas älter werden.

Mein damaliger Schwarm: Hardy Krüger.

hardy_kruger

Als ich dann tatsächlich ein paar Jährchen älter geworden war, hatte ich das natürlich längst vergessen. Ich erinnerte mich allerdings, als mir in der Bücherei auf der Suche nach Lesestoff ein Buch mit dem Titel Eine Farm in Afrika in die Hände fiel. Autor war genau dieser Hardy Krüger, an den ich mich jetzt als den Schauspieler (ja, mittlerweile war mir auch das klar) aus Hatari! erinnerte. Das Buch machte mich neugierig, also nahm ich es mit.

Um es kurz zu machen: ich war total fasziniert. Deutsche Schauspieler mit Karriere in Hollywood sind ja eher die Ausnahme. Anstatt jetzt aber seine Nase für jeden Paparazzi hinzuhalten, wie das heutzutage üblich ist, kauft er sich die Farm, auf der damals der Film gedreht wurde und baut dort eine Lodge auf. Gelegentlich lässt er sich dann von einem besonders guten Filmangebot aus dem afrikanischen Busch locken. Und von denen gab es so einige.

Ausserdem tut er das, was er schon immer tun wollte: Bücher schreiben. Und Hardy Krüger hat – kein Wunder bei seinem ungewöhnlichen Leben – fantastische Geschichten zu erzählen. Darin kommen dann, unter anderem, auch mal so Leute vor, wie Max Schmeling, Charles Aznavour, Lino Ventura, Lawrence Olivier und Winston Churchill. Was mich nun nach der langen Vorrede zum gestrigen Abend bringt.

Da war nämlich Hardy Krüger zu Gast in unserem pittoresken kleinen Städtchen und veranstaltete eine Lesung im hiesigen Theater. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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Er ist mittlerweile über 80. Das muss man bei ihm wirklich dazu sagen, ansonsten merkt man es nicht. Er wirkt nicht wie ein alter Mann, er wirkt wie jemand, der genau da ist, wo er sein möchte und das tut was er gerne macht. Zu jeder Zeit. Dass er seine Geschichten ausserdem noch wunderbar vortragen kann, versteht sich von selbst, der Mann ist immerhin ein großer Schauspieler.

Als er die Geschichte einer Fahrt von Hamburg nach Berlin, inklusive einem unerfreulichem Zusammentreffen mit einem (zu jener Zeit noch vorhandenen) DDR-Grenzbeamten erzählt, habe ich Tränen gelacht. Hardy Krüger, selbst Berliner, imitiert den sächsischen Tonfall des damaligen Beamten, was allein schon für Lacher im Publikum sorgte. Dann macht er eine kurze Pause, schaut ins Publikum und meint “Ich hörte ihm zu und dachte: der Mann hat ein Problem mit seinen Konsonanten!”
Ich konnte es ihm so nachfühlen! So geht es mir jeden Tag.*

Am Schluss der Lesung gab es dann noch eine kleine Signierstunde. Zum Glück hatte ich mitgedacht und ein Buch von zuhause mitgenommen. (Natürlich gab es auch dort welche zu kaufen.)

Wanderjahre

Bei dieser Gelegenheit habe ich ihm dann auch die Geschichte erzählt, wie ich mich mit fünf Jahren in ihn verknallt habe.

Er hat herzlich gelacht.

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*Konsonanten: einfach mal zu den Ausspracheregeln runterscrollen.

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