Andrea

ich weiss nicht was ich hier schreiben soll

Im Leben jedes Katzenhalters Katzen-Hausangestellten gibt es immer wiederkehrende Glücksmomente, die unser Leben mit diesen wunderbaren Kreaturen bereichern:

bulletMorgens aufzustehen und festzustellen, dass deine felinen Mitbewohner über Nacht wieder ihrer Kreativität freien Lauf gelassen haben, indem sie wahlweise die Copacabana oder die Alpen maßstabsgetreu nachgebaut haben. Mit Katzenstreu. Im Flur.

bulletZusätzlich oder alternativ dazu, findest Du eine schleimige Pfütze aus hochgewürgtem Mageninhalt. Sie hat exakt deine Schuhgröße, wie Du mit Hilfe deiner bloßen Füße feststellst. Die Warscheinlichkeit dieses Ereignisses verhält sich direkt proportional zu deiner Schlaftrunkenheit.

bulletA propos Kreativität: wusstest Du, dass sich Toilettenpapier ganz wunderbar zur Herstellung von Konfetti eignet? Jedenfalls wenn man serienmäßig über das nötige Werkzeug verfügt.

bulletIst gerade kein Toilettenpapier zur Hand, respektive Pfote, kann man alternativ auch das Papier vom Schreibtisch verwenden. Je wichtiger das Schriftstück, desto größer die Begeisterung.

bulletEinen Moment besonderer Glückseligkeit kündigt auch das leise Geräusch eines sich aus der Wand lösenden Dübels an; Sekunden bevor die Vorhangstange inklusive Vorhang und daran hängender Katze abstürzt.

bulletHast Du Vorhänge an mehreren Fenstern, wird die Katze dasjenige auswählen, in dessen Nähe die meisten zerbrechlichen Gegenstände sind. Damit gibt sie dir zu verstehen, dass Du dein Herz nicht an materielle Dinge hängen sollst.

bulletImmer wieder schön, der Moment wo irgendein fliegendes Insekt auf dir eine Zwischenlandung einlegt, kurz bevor Du dich auf die Suche nach dem Verbandskasten machst. Du bist sehr stolz darauf, wie dein kleiner Liebling seinen Jagdtrieb auslebt, auch wenn die Fliege diesesmal entkommen ist.

bulletDu wachst mitten in der Nacht von einem unangenehm strengen Geruch auf. Als Du das Licht anschaltest, liegt deine Katze auf der Bettdecke und blinzelt dich unschuldig an. Du könntest schwören, dass im Muster deiner Bettwäsche die Farbe Braun noch nicht vorhanden war, als Du dich schlafen gelegt hast.

…wird fortgesetzt!

511y51gu37L._SL160_Ich frage mich immer, wie gehen Autoren von millionenfach verkauften, in Hollywood verfilmten Bestsellern mit dem Druck um, den die hohen Erwartungen an ihre künftigen Werke ausüben? Im Falle von Dan Brown, von dem spätestens seit der Verfilmung des “Da Vinci Code” jeder gehört hat, führte das wohl zu einer mordsmäßigen Schreibblockade. Hätte ich vermutlich auch, wenn man meinen – Harrison Ford nachempfundenen – Helden mit Tom Hanks inklusive lächerlichem Haarschnitt besetzen würde.

Aber seit dem 15. September ist der neue Roman “The Lost Symbol” jetzt erhältlich, die deutsche Ausgabe erscheint am 14. Oktober. Am Dienstag kam das Buch bei mir an, am Mittwoch hatte ich es durchgelesen.
Schlaf? Wird sowieso überbewertet… :)

Und wie ist es so?
Nun ja.

Der Harvard Professor Robert Langdon muss hier mit Hilfe seiner Kenntnisse der Symbologie ein Verbrechen aufklären, das von einem optisch auffälligen, fanatischen Täter in Zusammenhang mit einer jahrhundertealten geheimnisumwitterten Vereinigung verübt werden soll. Das Schicksal der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel.

Und? Welches von Dan Browns Büchern habe ich gerade beschrieben?

Anstelle von Templern oder Illuminaten sind es dieses Mal die Freimaurer, anstatt durch Rom oder Paris geht die Jagd nach Symbolen und versteckten Botschaften durch Washington D.C.. Ansonsten folgt das Buch dem bereits bewährten Schema. Wer etwas komplett neues erwartet, der sollte keinen Dan Brown lesen.

Wer allerdings schon “The Da Vinci Code” und “Illuminati” mochte, der ist auch mit “The Lost Symbol” gut bedient.  Der besondere Reiz liegt hier, wie auch schon bei den vorangegangenen Büchern, darin, verborgene Symbole und Bedeutungen an altbekannten Kunstwerken, Gebäuden und Schriften zu finden. Oder wie es im Buch heisst “The best place to hide something is in plain sight”.

Die Erklärungen zu alten Schriften, Symbolen, Geschichte und Wissenschaft sind zeitweise etwas langatmig und wer das Ende nicht voraussieht, der hat wirklich beim Lesen Tomaten auf den Augen. Aber für ein paar unterhaltsame Stunden ist das Buch auf jeden Fall gut.

Die Handtasche. Unendliche Tiefen.
Bei dieser Blogparade wird eines der letzten Mysterien der Menschheit gelüftet: der Inhalt der weiblichen Handtasche! Na dann mal los!

Handtasche

Was da so drin ist:

  • Portemonnaie + Papiere
  • iPod
  • Handy
  • Kamera
  • Taschentücher
  • Labello
  • Cremedose
  • Kamm
  • Haargummis
  • Sonnenbrille (ganz wichtig!)
  • Asthmaspray (noch wichtiger!)
  • Schlüssel
  • Kugelschreiber
  • Tictacs

Wenn ich irgendwo unterwegs bin wo man sich langweilen könnte (Bahnfahrten, Wartezimmer o.ä.) ist auch noch ein Buch drin.

Bei dem ganzen Geraffel lege ich natürlich Wert auf Handtaschen mit einer anständigen Inneneinteilung; ich suche nicht gerne! ;)

Vor ein paar Tagen komme ich morgens in die Küche und finde am Boden folgendes:

Das war noch einen Tag zuvor eine Spielzeugmaus. Aus dem Zustand der Überreste zu schließen, eine enorm leckere. Rest in pieces!

Da wir einen enormen Verschleiß an den Dingern haben – auch wenn sie normalerweise nicht zerkaut sondern ‘nur’ in jegliche Ritze unter / hinter Möbeln gestopft werden – habe ich dann vom Zoohandel unseres Vertrauens gleich wieder Nachschub mitgebracht:

Offensichtlich steht unser Junior auf diese psychedelische Farbgebung, denn seitdem spielt er fast mit nichts anderem mehr. Und sobald man eine der Mäuse in die Hand nimmt, steht sofort ein aufgeregt quietschendes Katzenkind da und reckt sich “Gib mir!!!”. Die anderen Spielzeuge sind nett, aber die bunten Mäuse sind unschlagbar.

Politisch korrekt sind sie auch noch, weil nicht aus Fell. Das macht dann doch die ganze Familie glücklich!

Naja, bis zum nächsten Umzug, wo wir wieder 30-50 von den Dingern in jeder Ritze finden.

lautdreckig

Neulich passierte es mal wieder: ich schaltete den Fernseher ein, da lief gerade die Übertragung des Berlin Marathon, ich guckte ein bisschen zu und bekam auf einmal dieses fiese, ziehende Gefühl im Bauch. Nein, nichts falsches gegessen, nur so eine leichte Sehnsucht nach Berlin. Heimweh quasi.

Es gibt schon diverse Dinge, die ich an Berlin vermisse. Auswärts frühstücken gehen. Das besonders leckere Fladenbrot vom Wochenmarkt am Maybachufer. Filme in Originalversion im Kino gucken. Die riesige Vielfalt von Angeboten, ob das nun Kino ist, Museen, Galerien, Musik, Essen. Die vielen unterschiedlichen Menschen und die Tatsache, dass dort irgendwie jeder seinen Platz findet.

Es gibt auch ein paar Dinge an Berlin, die ich echt nicht vermisse. Den permanent zu Boden gerichteten Blick, damit man nicht in irgendwelchen Tretminen landet beispielsweise. Die Tatsache, dass man seine Wohnungstür mit mehreren Schlössern verbarrikadieren muss. Dass es Gegenden gibt, wo man nachts lieber nicht allein zu Fuß unterwegs sein möchte.

Aber so im Großen und Ganzen mag ich Berlin. Vermutlich werde ich früher oder später doch wieder dort landen..

Das Bild oben ist übrigens von der Aktion 24hBerlin.

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