Und noch viel weniger hören.
Alle paar Wochen wird uns irgend ein armer Trottel, dessen Gesangskünste in einer besseren Welt gerade so für die Badewanne ausgereicht hätten, zum “Star” (gerne auch plus frei wählbarem Superlativ) hochstilisiert. Und dieser wird dann auf Anweisung irgendwelcher Marketingexperten von den versammelten Medien so lange durch Fernsehshows und bunt bebilderte Artikel getrieben, bis noch das letzte Konsumschäfchen (Ja genau, ihr da draußen, die ihr solche Sendungen schaut und hinterher noch die CD kaufen geht) brav seine Kohle abgeliefert hat.

Irgendwann ist dann der Höhepunkt überschritten, der aktuelle Supermegahyperstar der Woche wird ein bisschen langweilig. Der Markt ist gesättigt, die Schäfchen gieren nach neuem Futter, mehr als ein paar schnell und billig produzierte Lieder waren ja eh nie geplant, das Marketingkonzept sieht etwas anderes vor, der Produktlebenszyklus neigt sich dem Ende.

Dann geht dem bis dahin krampfhaft aufgeblasenen Starballon mit einem hässlichen kleinen Pupsgeräusch so langsam die heisse Luft aus. Ein paar Wochen später erinnert sich kaum noch jemand an den Namen. Mittlerweile haben wir ja auch mindestens einen, besser noch mehrere neue Supermodelmegastars.
Verdienen tut daran immer nur dieselbe Handvoll Leute, deren Karriere im Wesentlichen genau daraus besteht, immer wieder neue Idioten zu finden, die sich bereitwillig vor Kameras verwursten lassen.

Heute abend ist es mal wieder soweit und einem weiteren dieser künstlich aufgepusteten Ballons geht dann hoffentlich endlich die Luft aus. Es wird wirklich höchste Zeit!

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