Wer gelegentlich diesen Blog liest, dem ist sicher schon aufgefallen, dass ich dem Thema Essen und vor allem gesunde Ernährung einen sehr hohen Stellenwert einräume. Das liegt nicht nur daran, dass ich einfach gerne koche, sondern auch  daran, dass ich meinen Körper lieber gesund und leistungsfähig mag.

Da ich als Standardausstattung leider auch so lustige Dinge wie Allergien und Asthma mitbekommen habe, verzichte ich daher gerne auf industriell gefertigte Nahrungsmittel inklusive Konservierungs-, Aroma und sonstiger Stoffe, mit denen diese aufgepeppt werden, von viel zuviel Zucker und Fett ganz zu schweigen. Ich mag lieber genau wissen, was in meinem Essen drin ist – und eine Nudelsoße ohne Fix-Tüte zu kochen ist nun wirklich keine Raketenwissenschaft!

Obwohl ich mir Ideen zum Kochen von überall her hole – Kochbücher, Internet, Foodblogs – sind so die berühmten Star- und Fernsehköche normalerweise eher nicht mein Ding, nicht nur weil ich kaum Fernsehen schaue.

Die einzige Ausnahme ist Jamie Oliver.

Erstens sind seine Rezepte durchweg alltagstauglich. Normalerweise kann ich alle notwendigen Zutaten problemlos im nächsten Supermarkt bekommen, was ein wichtiger Punkt ist, wenn man eben nicht in einer Großstadt mit wohlsortierten Feinkostläden wohnt. Jamie Oliver legt viel Wert auf regionale, saisonale Produkte, was mir ebenfalls wichtig ist. Ich halte nicht viel davon, wenn mein Essen erst einmal um die halbe Welt gondeln muss um auf meinem Teller zu landen. Und dann spricht mich natürlich an, dass Jamie Oliver so kocht, wie ich es mag, nämlich eher spontan als pingelig; dass er zum Improvisieren und Experimentieren einlädt und vor allem immer den Spass am Kochen vermittelt.

Der allerwichtigste Grund ist allerdings, dass dieser Typ sich eben nicht auf seinen Lorbeeren ausruht und ein schönes Promi-Leben macht, sondern seine Popularität und seinen Einfluss nutzt, um Dinge zu bewegen. Ob er nun dem britischen Fernsehpublikum zeigt, wo ihre Tiefkühlhähnchen denn eigentlich herkommen (und dass es besser wäre, Hühnchen aus artgerechter Haltung zu kaufen) oder Restaurants gründet, die jugendlichen Problemfällen einen Ausbildungsplatz und damit bessere Zukunftschancen verschaffen. Und natürlich setzt er sich seit Jahren dafür ein, wovon er am meisten Ahnung hat: gesunde Ernährung.

Für sein Engagement wurde ihm im Februar der TED Preis verliehen. Seine Rede zu diesem Anlass hat mich schwer beeindruckt:

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, oder?

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