Wir gehören ja zu der Sorte sonderbarer Geeks, die in ihrer Freizeit gerne mal so tun, als wäre sie Helden. Da sitzen wir dann also mit artverwandten Spinnern Spielern zusammen um einen großen Tisch, bewaffnet mit Spielbogen, Regelwerken, enorm vielseitigen Würfeln und überbordender Fantasie. Der Spielleiter führt durch die Handlung und wir erschlagen Drachen (naja, ganz kleine!), infiltrieren Konzern-Zentralen oder erforschen finstere Gewölbe voller Schätze und fieser Viecher. Oder was sonst gerade so an diesem Tag anfällt.

Dabei ergeben sich manchmal Dialoge wie dieser:

Spieler: Ich schaue durch die Spalte in der Holzwand in den anderen Raum.
Spielleiter: Da ist keine Spalte. Die Bretter sind mit Nut und Feder verfugt.
Spieler: Aber vorhin hast Du doch gesagt, da wären Spalten!
Spielleiter: Nein, habe ich nicht!
Spieler: Doch, hast Du!
Spielleiter: <seufzt genervt> Ja ok, da sind Spalten. Du guckst hindurch. Da ist eine Spinne. Die springt dir ins Auge. Du bist tot.
Spieler: Krieg ich einen Save?*
Spielleiter: Nein.
Spieler <guckt grantig und macht ein unfreundliches Handzeichen>**

Das war natürlich alles nur Spass. Da war gar keine Spinne. Und der Spieler fand dann auch tatsächlich ein Astloch um die Finsterlinge im Nebenraum auszuspionieren.

Mit sowas verbringen wir also unsere Freizeit. ;)

* als “save” bezeichnet man einen Rettungswurf. Wenn dein Charakter beispielsweise auf einem Ast balanciert, der plötzlich abbricht, so besagt das Ergebnis deines Reflex-Saves, ob dein Charakter jetzt abstürzt oder es schafft, sich irgendwo festzuhalten. Der Wert leitet sich unter anderem von der Geschicklichkeit deines Charakters ab, plus das Ergebnis des Würfelwurfs.
** nein, nicht dieses unfreundliche Handzeichen, an das Du gerade dachtest; in diesem Falle war es eines, das Willkür des Spielleiters ausdrücken soll. Es gehört sich nämlich nicht, Spielercharaktere einfach mal tot umfallen zu lassen.

Bento die zweite. Ich wollte unbedingt das ganze Sandwich in die Box bekommen; hat auch funktioniert, aber die Anordnung ist noch steigerungsfähig.


Oben: Käse-Schinken-Sandwich mit Eisbergsalat und Deko aus gekochtem Schinken
Unten: Thunfisch-Mayo, Kirschtomaten, der Rest vom Sandwich und Kiwistückchen

Vor allem der Thunfisch sah in natura entschieden appetitlicher aus als auf dem Foto. Nächstes Mal bin ich gewarnt. ;)

Der Mann war gestern mit seinem Bento übrigens der Held im Erdbeerfeld. Zumindest bei den Mädels. Die Männer reagierten natürlich indifferent-grummelig. Aber sämtliche Frauen brachen in “Ist das niiiiedlich!” Rufe aus.
Bis auf eine, die wusste, worum es sich handelt; die sagte “Kawaii!” . (Huhu Anja!  ;) )

Also Männer, vergesst die langweilige Tour mit Blumen, Pralinen und Co., lernt lieber wie man Bentos macht. Damit kommt man bei Frauen an!

In den letzten drei Wochen habe ich das Projekt 52 ein bisschen vernachlässigt. Das hole ich aber in den nächsten Tagen nach, bevor ich noch völlig ins Hintertreffen gerate.

Das Thema der achten Woche war Wärme.

Angesichts des Dauerwinters draussen, musste ich das Wort erst einmal im Lexikon nachschlagen. Nein, o.k., das war etwas übertrieben. Aber irgendwie fand ich es auch doof, ein Foto von meinem Heizkörper oder meinem derzeitigen Standard-Accessoire, der Wärmflasche, zu machen. Das war letzten Endes auch gar nicht nötig, denn schliesslich komme nicht ich alte Frostbeule aufs Foto, sondern Richard. Und der braucht keine Hilfsmittel, er ist auch sonst ein heisser Typ, wie folgendes Bild beweist:

Fragt mich jetzt bitte nicht, wie er solche Temperaturen entwickeln kann, wo er doch A. untot und B. aus Plüsch ist. Das geht garantiert nicht mit rechten Dingen zu. Aber bei Hexenmeistern sollte man keine allzugroße Neugier für Details an den Tag legen, da werden sonst leicht mal “berühmte letzte Worte” draus…

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