Die Bentomanie greift um sich und sie ist hochgradig ansteckend! Vor ein paar Wochen wurde ich auf Sari’s Mondgras-Blog zum ersten Mal darauf aufmerksam, seither fand ich das Thema faszinierend. Der Begriff Bento kommt aus dem Japanischen. Man könnte es ganz simpel als Essen für unterwegs bezeichnen. Mit hiesigen Stullenpaketen hat es allerdings genauso wenig gemeinsam, wie Ikebana mit einem Blumenstrauß.

Die Sache ist also ein bisschen komplizierter. Ein Bento ist ein filigranes kleines Kunstwerk, das in seiner ursprünglichen Form eine komplette, ausgewogene Mahlzeit auf kleinstem Raum, nach festgelegten Kriterien wie verwendete Nahrungsmittel, Zubereitungsarten, Textur und sogar Farbe darstellt. Das Ergebnis ist häufig fast zu schön zum Essen, wie man sich beispielsweise hier überzeugen kann.

Jetzt muss man es sich natürlich nicht komplizierter als unbedingt nötig machen und auch ohne vorangegangenen Japanisch-Kochkurs kann man abwechslungsreiche Mahlzeiten in kleine Boxen packen. Vielseitig soll es sein, schmackhaft, abwechslungsreich und hübsch aussehen sollte es auch noch. Will man keine handelsüblichen Brotdosen verwenden, dann gibt es umfangreiches Originalzubehör aus Japan – natürlich alles unglaublich niedlich kawaii!

Heute sind dann auch meine bei Bentoshop.de bestellten Boxen und anderer Kleinkram eingetroffen; ab nächste Woche geht es dann also richtig los, mit Essen in kleinen Dosen!

Unboxing Bento. Erster Eindruck:  liebevoll verpackt! Und kleine Goodies gab es dazu, einen Schwamm und einige Blätter Sushi-Gras (oder ganz fachmännisch: baran).

Ausgepackt offenbart sich die ganze Pracht: zwei Bento-Boxen, Silikonförmchen, kleine Dosen und Flaschen als Behälter für einzelne Lebensmittel im Bento. Alles so schön bunt! Die Dosen hat sich der Mann übrigens mit ausgesucht. Nicht dass er sich plötzlich in der Pause verschämt irgendwo versteckt, weil ihm eine Essensdose mit kleinen Aliens Häschen drauf peinlich wäre. Aber nee, er fragte, ob es auch Boxen mit Sponge Bob oder Hello Kitty* gäbe. Sollte mir das zu denken geben?

Die erste Reaktion auf Bentoboxen und Co. ist eigentlich immer dieselbe: Huch, die sind ja so winzig! Ich hatte mir vor der Bestellung extra die Abmessungen auf einem Blatt Papier aufgezeichnet um es mir besser vorstellen zu können, aber trotzdem war ich von der Größe (bzw. dem Gegenteil) im ersten Moment etwas erschlagen. Ich habe mal einen Euro daneben gelegt, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

Ab nächster Woche gibt’s die Bentos dann auch mit Essen drin. Bin schon sehr gespannt, was da am Anfang alles schief geht. Aber nicht umsonst heisst es Übung macht den Meister und der Weg ist das Ziel;)

*Natürlich gibt es Bentoboxen mit Hello Kitty. Sollten wir alles unterschiedliche Bentozubehör was Sanrio mit Hello Kitty Motiven herausgebracht hat erwerben wollen, bräuchten wir erstens einen Lottogewinn und zweitens eine größere Wohnung.

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